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Äpfel und Zitronen statt Punkte in Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Für Henryk, Alina, Maximilian und die anderen Kinder aus der 2  b der Grundschule Wöhrendamm wurde es gestern Morgen „dienstlich“: Sie durften Autofahrern sagen, ob sie zu schnell unterwegs waren. Dann gab es als symbolische Belohnung einen Apfel. Denen, die zu schnell waren, drückten die Kinder eine Zitrone in die Hand.

Vor der Grundschule gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern und Patrick Moser musste nicht lange warten, um per Handzeichen und Kelle den ersten Autofahrer an die Seite zu winken. Vier km/h war der Fahrer eines Lieferwagens zu schnell und bekam die erste Zitrone des Tages. Polizeihauptmeister Peter Zimmer, der sich mit dem mobilen Messgerät in einem Gebüsch verstecke, ließ auch die herauswinken, die nichts falsch gemacht hatten. Manche reagierten zunächst verunsichert, so wie Jonas Schindler. „Ich glaube, ich war nicht zu schnell“, sagte er im ersten Moment – und bekam nicht nur Recht, sondern von Paula auch einen Apfel.

Gestern blieb es lediglich bei Ermahnungen, zahlen musste niemand, Punkte gab es auch nicht. „Für die Kinder ist so etwas ein großer Spaß, aber natürlich lernen sie auch etwas“, sagt Klassenlehrerin Hanna Pries, „Verkehrsunterricht hat bei uns einen hohen Stellenwert.“

Eine Unterrichtsstunde lang wurden Äpfel und Zitronen verteilt, die Zahl der „Ertappten“ überstieg ganz leicht die der „Artigen“. Die meisten Ertappten waren zwischen neun und zwölf Stundenkilometer zu schnell. Einen Tag zuvor in Glinde gab es einen Spitzenreiter: Ausgerechnet ein Linienbus samt Fahrgästen donnerte mit 54 Sachen durch die 30er-Zone.

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