Aderlass an den Feiertagen lief gut

Sabine Benndorf aus Sandesneben wird gerade von Wilma Thielster vom DRK Lütjensee betreut. „Ich wünsche mir, dass mit meinem Blut vor allem kranken Kindern geholfen wird“, sagt die 52-Jährige.
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Sabine Benndorf aus Sandesneben wird gerade von Wilma Thielster vom DRK Lütjensee betreut. „Ich wünsche mir, dass mit meinem Blut vor allem kranken Kindern geholfen wird“, sagt die 52-Jährige.

Rund 200 Spenderinnen und Spender kamen über Weihnachten zum DRK nach Lütjensee

shz.de von
28. Dezember 2015, 00:32 Uhr

Blutspenden können Leben retten – auch während der Weihnachtstage. Der Blutspendedienst Nord-Ost des DRK hatte einen Tag vor Heiligabend und am zweiten Weihnachtsfeiertag zu so genannten Sonderblutspendeterminen in das Institut für Transfusionsmedizin in Lütjensee eingeladen – mit erstaunlicher Resonanz. An beiden Tagen kamen rund 200 Spenderinnen und Spender.

„Wir haben ganz gezielt zu diesen Terminen eingeladen“, sagte der Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Michael Lozek, „Blutspenden sind auch während der Feiertage wichtig, der Bedarf an aus Spenderblut hergestellten Blutpräparaten ist auch in diesem Zeitraum hoch – Patienten in Kliniken und onkologischen Praxen sind kontinuierlich auf diese Therapien angewiesen.“ Es gibt aber noch einen Grund, der für die Termine während der Feiertage spricht: „Einige dieser Therapiemittel sind nach Testung und Aufbereitung lediglich vier Tage einsetzbar, „bei der Versorgung darf es keine Feiertagspause geben“, betonte Lozek.

Eingeladen wurden hauptsächlich Spenderinnen und Spender mit den Blutgruppen A positiv und negativ sowie 0 positiv und negativ. Eine der Spenderinnen war Sabine Benndorf, die extra aus Sandesneben gekommen war. „Ich hatte das Gefühl, zu diesem Termin am zweiten Feiertag fahren zu müssen“, sagt die 52-Jährige, die mit ihrer Spendenbereitschaft einen ganz persönlichen Wunsch verbindet: „Ich möchte, das mein Blut vor allem kranken Kindern hilft“, hofft sie.

Und für Norbert Sewert aus Lütjensee ist die Blutabnahme fast schon Routine. Seit seinem 18. Lebensjahr ist der 53-Jährige dabei, „ich möchte unbedingt auch meine 200. Spende machen“, erzählt er, der vor zwölf Jahren seiner Tochter Julia eine Niere spendete.
Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 Jahren nicht überschritten sein, bis zum 72. Geburtstag ist eine Spende möglich. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende tagesaktuell geprüft.


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