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Oldesloer Bühne : Achtung, hier wird wild geschossen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mit dem Kultstück „Der Hexer“ von Edgar Wallace bringt die Oldesloer Bühne einen spannenden und rasant gespielten Krimi in die Festhalle.

Das neue Theaterstück der Oldesloer Bühne hat es wahrlich in sich: Da wird geschossen, gemeuchelt, ertränkt und intrigiert und dabei gibt es natürlich die ein oder andere Leiche. „Der Hexer“ ist ein Meisterstück von Edgar Wallace, das im Original „The Ringer“ heißt und 1926 zunächst als Kriminalroman erschien. Erst später feierte es auf der Bühne große Erfolge und wurde in den 1970er Jahren mit Joachim Fuchsberger in der Hauptrolle verfilmt. Die Oldesloer Bühne bringt den Hexer jetzt in einer eigenen Version zur Aufführung, das Textbuch wurde von Schauspieler und Regisseur Sven W. Pehla geschrieben, der damit gleich verschiedene Fassungen umsetzte. Aus vier langen machte er sieben kurze Szenen. „Dadurch hat das Stück mehr Tempo und ist viel rasanter“, sagt Sven W. Pehla, der mit Lockenperücke und künstlichem Schnauzer den behäbigen Polizeiarzt Lomand spielt.

London im Jahr 1926. Der Hexer versetzt die Stadt in Angst und Schrecken, obwohl er angeblich tot sein soll. Doch alles deutet daraufhin, dass er noch am Leben ist und nun Rache nehmen will, weil seine Schwester Selbstmord beging. Scotland Yard arbeitet auf Hochtouren und über allem steht die Frage: Wer ist der Hexer? „Unser Stück hat von Anfang an eine sehr unheimliche und düstere Atmosphäre“, sagt der Regisseur. „Meine Szenen haben nicht mehr allzu viel mit dem Original zu tun und die Dialoge habe ich speziell für die Darsteller geschrieben.“ Die elf Amateurspieler laufen zu Hochform auf, wobei Mark Plewe auf dem Weg zum Profi ist. Der 26-Jährige ist Schüler der Freien Schauspielschule in Hamburg und spielt zum ersten Mal bei der Oldesloer Bühne mit. Als John Lenley, Bruder der hübschen Mary (Inga Priebsch), treibt er ein undurchsichtiges Spiel. Gleich vier Polizeibeamte werden auf den Hexer angesetzt. Kommissar Alan Wembury wird von Matthias Bockwoldt äußerst glaubwürdig dargestellt, was auch kein Wunder ist, denn der 40-Jährige ist auch im wahren Leben Polizeioberkommissar. Ihm zur Seite steht Chief Inspector Bliss, ein harter Hund, der mit Ed Kretz bestens besetzt wurde. Der 55-Jährige ist ebenfalls ein echter „Bulle“ und als Polizeihauptmeister und Leadsänger von „Dog Hill Session“ bekannt. Henning Moss, der zum ersten Mal in seinem Leben schauspielert, hat bisher nur als Musiker und Sänger (Henning & Henning) Bühnenerfahrung. Jetzt aber ist er die schwergewichtige Idealbesetzung für Sir John, den Chef vom Scotland Yard. „Eigentlich bin ich bei der Bühne nur eingesprungen, weil jemand ausfiel. Aber es macht mir Riesenspaß“, erzählt das 58-jährige Naturtalent. Birgit Kuhlke dagegen ist seit 25 Jahren bei der Oldesloer Bühne und spielt diesmal die geheimnisvolle Frau des Hexers. „Ich bin die Frau, die im Stück die Fäden in der Hand hält“, sagt die 56-Jährige. Das Stück sei ja, wie fast alle Krimis, sehr männerlastig, findet sie. Doch die drei Frauen, die hier auf der Bühne stehen, intrigieren sehr geschickt und mit typisch weiblichen Waffen. Einen spektakulären Auftritt haben Werner Blohm, im wahren Leben Renault-Autohändler, sowie seine Frau Isabell Stähr, die im schicken Charleston-Kleid einen echten Hausdrachen spielt.

Der Hexer feiert am Sonntag, 12. Oktober, um 18 Uhr in der Festhalle seine Premiere. Weitere Vorstellungen in Bad Oldesloe gibt es am Sonnabend, 25. und Sonntag, 26. Oktober, sowie am 1. November in der Mehrzweckhalle in Grabau. In Schönberg ist die Oldesloer Bühne am 8. und 9. November zu Gast.


>Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Die Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro, an der Abendkasse 13 Euro und sind erhältlich am Bühnentelefon unter 04531/84330 sowie im Internet unter karten@oldesloerbuehne.de


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