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Achte Spende der Bridge-Spieler für das Kirchspiel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2014 | 10:18 Uhr

Reizen, Stechen, den Gegner taxieren – die 24 Mitglieder der Bridgerunde haben sich in Vierergruppen im Gemeindehaus zusammengefunden – eine gesellige Runde, in der es nicht nur ums Gewinnen, sondern um den Spaß am Spiel, das Interesse an Taktik und Strategie geht. „Seit 2005 spielen wir gemeinsam“, erklärt Initiator Frank-Detlef Doerr. Hier reizen und stechen Spieler aus ganz Nordstormarn und Bad Oldesloe. Durch Reizen versuchen die Mitglieder in der ersten Runde herauszufinden, wie viele Trümpfe der Gegner im Ärmel hat.

In der zweiten Phase bemüht man sich, die im Reizprozess versprochene Anzahl von Stichen zu bekommen. Kompliziert? Gar nicht. Der Trick dabei: Man versucht, seinen Gegner psychologisch in die Irre zu führen. Gerade dieser Teilaspekt macht Bridge so unverwechselbar und lässt den Spieler nicht mehr los. Denn jeder kann seinen eigenen individuellen Stil entwickeln, der häufig Rückschlüsse auf den Charakter des Gegenübers zulässt. Der Mutige neigt zum Risiko, der Logiker hält es mit mathematischen Wahrscheinlichkeiten, und der Vorsichtige vermeidet jedes Wagnis. Letztlich erfüllt jeder einmal jede Rolle. Alle 14 Tage treffen sich die Bride-Spieler montags ab 18 Uhr im Zarpener Gemeindehaus. Die älteste Teilnehmerin ist über 90 Jahre alt.

„Hier sind im Laufe der Jahre viele Freundschaften entstanden. Nach dem Spiel sitzen wir oft bei einem Glas Rotwein zusammen und plaudern“, so Doerr. In eben dieser geselligen Runde stimmten die Spieler ab, jedes Jahr zu Weihnachten für soziale Zwecke zu spenden.

Bereits zum achten Mal spendeten die 24 Mitglieder an die Ev. Kirchengemeinde in Zarpen. Diesmal konnte der Vorsitzende 500 Euro an Pastorin Martina Ulrich überreichen. Die engagierte Pastorin wird das Geld vor allem an Hilfsbedürftige aus dem Kirchspiel weitergeben.

„Gerade zu Weihnachten brauchen viele Familien Unterstützung“, sagt sie. Einen „kleinen Puffer“ vor dem Fest zu haben, sei gerade für sozial schwache Familien wichtig. Außerdem möchte sie die Spende für die Trauerbegleitung verwenden. Insgesamt spendete die Bridgerunde 3500 Euro an das Nordstormarner Kirchspiel. Ulrich: „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung. Das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit.“


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