Trittau : Acht Verletzte bei Unfall auf B 404

Der weiße Sprinter war auf das Gespann aus grünem Iveco und Anhänger gekracht. Das Gespann krachte in die Leitplanke und der Ivweco kippte anschließend um.
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Der weiße Sprinter war auf das Gespann aus grünem Iveco und Anhänger gekracht. Das Gespann krachte in die Leitplanke und der Ivweco kippte anschließend um.

Erst war ein Sprinter auf ein Gespann aus Brandenburg gekracht, dann war auch noch der Abschlepper überladen.

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07. Juli 2014, 15:51 Uhr

Bei einem Unfall auf der B 404 zwischen den Anschlussstellen Trittau-Nord und -Süd sind gestern Morgen acht Menschen verletzt worden. Der Crash ereignete sich gegen 9.10 Uhr an der Stelle, wo der Überholfahrstreifen in Richtung Norden endet und die Bundesstraße wieder einspurig wird. Ein 42-Jähriger aus Eisenhüttenstadt krachte dort mit seinem Sprinter auf ein vor ihm fahrendes Gespann aus Brandenburg auf.

Der mit Kalksandsteinen beladene Anhänger riss vom Zugfahrzeug ab und landete in der seitlichen Schutzplanke. Das Zugfahrzeug, ein grüner Iveco Daily, kippte auf die Fahrerseite und blieb vor dem Anhänger liegen. Nach ersten Meldungen sollte mindestens eine Person eingeklemmt sein. Die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe alarmierte allerdings nur die Freiwillige Feuerwehr Grande, nicht die eigentlich zuständige Wehr aus Trittau. „Wir haben uns auch gewundert“, war vom Gruppenführer aus Grande zu hören. Glücklicherweise war aber doch niemand eingeklemmt und die Feuerwehrleute mussten nur auslaufende Betriebsstoffe abstreuen.

Es stellte sich allerdings heraus, dass die vier Insassen des Iveco wie auch die vier Insassen aus dem Sprinter verletzt waren und zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Und so kamen nach und nach immer mehr Rettungswagen zur Einsatzstelle auf der B 404. Am Ende waren es derer acht, aus Stormarn und aus dem Herzogtum Lauenburg. Erst als fast alle Rettungswagen wieder mit Verletzten zu den Krankenhäuser unterwegs waren, kamen auch der OrgLeiter und der Leitende Notarzt an der Einsatzstelle an, ebenso ein Mitarbeiter der Einsatzleitung, nachdem die Leitstelle auf MANV 1 erhöht hatte (Massenanfall von Verletzten oder Betroffenen größer vier).

Die Polizei bestellte Abschleppfahrzeuge für zwei 3,5 Tonner über die GDV, die seit diesem Monat landesweit für die Vergabe der Abschleppaufträge zuständig ist. Die schickten eine Firma aus Stapelfeld, deren drei Mitarbeiter sich sehr schwer taten, den umgestürzten Kleintransporter wieder auf die Räder zu stellen. Nach einer knappen dreiviertel Stunde und mehreren vergeblichen Versuchen gelang es schließlich. Doch als die beiden Unfallautos aufgeladen waren, drohte weiteres Ungemach. Die Polizeibeamten holten Kollegen vom Autobahnrevier Talkau zur Hilfe, um die Abschlepper zu wiegen. Am Ende stellte sich heraus, dass eines der beiden Abschleppfahrzeuge mit dem Sprinter überladen war. Der Fahrer musste also wieder abladen – und ein weiterer Abschlepper musste kommen.

Der Einsatz der Polizei endete gegen 13 Uhr, nach mehr als dreieinhalb Stunden. Die Mitarbeiter der Straßen- und Autobahnmeisterei Grande mussten ein wenig Boden abtragen, weil einige Liter Diesel ausgelaufen waren. Verkehrsbehinderungen gab es jedoch nicht.

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