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Stormarner Wochenschau : Abtauchen ist keine Lösung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Da ist Bewegung drin: Es werden zwangsweise die Büros getauscht oder im eiskalten Poggensee gebadet. Es lässt sich sicher darüber streiten, was angenehmer ist, Alternativen gibt es in beiden Fällen nicht.

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erstellt am 04.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Sitzenbleiber

Oha, ob das wirklich gut geht? „Wir haben den Bürgerworthalter obdachlos gemacht“, erklärte Bürgermeister Tassilo von Bary. Wegen des bevorstehenden Umbaus des Amtsgerichts geht das große Stühlerücken los, denn davon wird auch das historische Rathaus betroffen sein. Die Verwaltungsmitarbeiter, die dort arbeiten, müssen raus. Als erstes hat es das Standesamt getroffen. Das Büro des Bürgerworthalters wird neues Trauzimmer. Und Rainer Fehrmann guckt vorerst in die Röhre. In die Räume des ehemaligen Stadtmarketings kommen Akten, die IT-Mitarbeiter müssen ins Dachgeschoss umziehen und für den Jugendbereich sollen vom Kreis Räume angemietet werden – ob das wohl klappt? Wenn Bauamtsleiterin Karin John ihren Resturlaub nimmt, wird da was frei bevor der Nachfolger seinen Dienst antritt. Das hat schon was von Reise nach Jerusalem. Schaumer mal, wer demnächst vielleicht ohne Stuhl dasteht und lieber sitzen geblieben wäre.

Ganz anders sieht es bei den Amtsgerichts-Zwischennutzern aus. Da waren ja Klangstadt und etliche andere Vereine unter gebracht. „Die mussten schon im Sommer in die Schule am Kurpark umziehen“, erklärt der Bürgermeister: „Die fühlen sich da alle wohl, und diese Hütte ist jetzt auch wieder voll.“ Na, wenn das so ist, vielleicht brauchen wir ja gar kein KuB mehr...

 

Warme Gedanken

Vermisst eigentlich jemand das Hallenbad? Das Anbaden kristallisiert sich als Alternative mehr und mehr heraus. Warum noch Millionen in die alte Butze investieren, wenn sich der Poggensee als Ganzjahresalternative immer größerer Beliebtheit erfreut? Begeisterung bei Badenden und Zuschauern – ja, was will man eigentlich mehr? Das hat auch Schwimmbadchefin Marion Arpe längst erkannt und deshalb fürs Anbaden das Motto ausgegeben: „Wenn schon nicht Travebad, dann eben Freibad.“ Man muss den Realitäten einfach nüchtern ins Auge blicken. So ist es, auch wenn es einem bei dem Gedanken etwas fröstelt. Wer anbadet muss auch weiterschwimmen. Unser Karikaturist Götz Wiedenroth hat dazu seine Gedanken gemacht. Keine Frage, „Poggen“ wird zum neuen Trendsport in Bad Oldesloe.

Letzte Wasserstandsmeldung in Bezug auf die geplante Wiedereröffnung des Hallenbads ist, dass Mitte Dezember ein konkreter Termin für eine Eröffnung Mitte Januar genannt werden sollte. Mitte Dezember hatten wir zwar schon, aber Mitte Januar könnte ja noch geschafft werden ... aktuellere Infos waren von den Stadtwerken nicht zu bekommen.

 

Zusammenrücken

Mein Gott, was war das für ein Theater um den Wochenmarkt. Wenn das KuB gebaut wird, können keine Stände mehr im Beer-Yaacov-Weg stehen. Eigentlich logisch, man muss es nur auf dem Zettel haben und sich rechtzeitig um eine Lösung kümmern. Eigentlich. Oder man macht es wie der Oldesloer Bürgermeister und verfügt einfach nur: Geht nicht mehr! Da hatte er es sich etwas arg einfach gemacht. Aber von der Politik kam ja gleich eine deutliche Ansage. Die FBO spielte sich als vermeintlicher Retter des Wochenmarkts auf und schürte im Wahlkampf Ängste, der Wochenmarkt sei gefährdet. Alles Quatsch. Nachdem klar war, dass es keine adäquate Alternative für den Marktplatz gibt, wurde ein eindeutiger Arbeitsauftrag erteilt, in Abstimmung mit den Marktbeschickern eine Lösung zu finden. Die stille Hoffnung war, mit der Telekom zu einer Einigung kommen zu können, dass die Händler an Markttagen auf dem großen Gelände ihre Fahrzeuge abstellen dürfen. Ist nichts geworden. Wäre ja auch zu schön gewesen. Bundesbehörde halt.

Die jetzt gefundene Lösung, einen Streifen auf dem Peters-Parkplatz zu sperren, ist dann die logische Alternative. Die Uhr tickt, mal sehen wie lange es dauert bis die üblichen Meckerbüdels sich wieder zu Wort melden und reklamieren, dass es ohnehin zu wenige Parkplätze in der Innenstadt gebe. Ohne einen attraktiven Wochenmarkt bräuchten wir aber vielleicht deutlich weniger Parkplätze in der Stadt. Das kann auch nicht gewünscht sein.

Also freuen wir uns doch, dass eine Lösung gefunden wurde, mit der scheinbar mal alle leben können.

 

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