Reinfeld : Abschiede und Neustarts

Enthüllten den Gedenkstein in Lokfeld: Heinz Hartmann (links) und Joachim Schütt.
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Enthüllten den Gedenkstein in Lokfeld: Heinz Hartmann (links) und Joachim Schütt.

Jahresrückblick Nordstormarn: Ein neuer Bürgermeister, ein neuer Behindertenbeauftragter, zwei Stolpersteine, fünf Jubiläen, jede Menge Kultur und noch mehr Baustellen.

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26. Dezember 2014, 20:16 Uhr

Einen Neuanfang gab es für Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann, der sich bei der Wahl klar gegen Andreas Lehmann durchsetzen konnte und gleich zu Beginn seiner Amtszeit mit der schwierigen Aufgabe betraut ist, für Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

Ein herausragendes Ereignis des Jahres war die Verlegung der Stolpersteine für die Nazi-Opfer Carl Harz und Richard Minkwitz in Reinfelds Innenstadt - auf Initiative des Kriminalpräventiven Rates und Schülern der Immanuel-Kant-Schule. Der Wanderweg am Neuhöfer Teich wurde nach Richard Minkwitz benannt.

Das ganze Jahr über wurde in der Innenstadt kräftig gebuddelt und gehämmert. Die Pflasterarbeiten in der Paul-von-Schoenaich-Straße und die Kanalarbeiten am Zuschlag konnten abgeschlossen werden. Inzwischen gibt es jedoch eine neue Baustelle in der Bahnhofstraße. Das Stadtwerke-Gebäude gegenüber des alten Rathauses feierte Richtfest. In den Sternen steht jedoch noch, wann das Rathaus-Center gebaut wird und ob die Stadtverwaltung dort einziehen wird. Geplant ist ein Rathaus-Neubau.

Die Immanuel-Kant-Schule feierte zehnjähriges Bestehen, das Comité pour St. Pryvé blickte auf 20 Jahre deutsch-französische Freundschaft zurück. Die DRK-Begegnungsstätte feierte 50-jähriges Bestehen. Und zum 200. Todestages von Matthias Claudius gab die Stadt Reinfeld eine Gedenkmedaille heraus.

Nach über 25 Jahren löste sich der Kulturverein Anfang des Jahres auf – ein großer Verlust für die Karpfenstadt. Trotzdem kam die Kultur nicht zu kurz: Die Talente rund um die Kirche, die Lesart, die Kulturnacht, das Kinderstadtfest und das Karpfenfest lockten wieder zahlreiche Besucher an. Neu und ein großer Erfolg war die öffentliche Karpfenprobe als „Gourmet-Festival“ an der Seepromenade.

Das Therapietheater formierte sich neu und nahm Asylbewerber in seine Reihen auf. Die Initiative Pro Park stellte ein Namensschild am Neuhöfer Park auf. Neue Sprachpaten unterstützen die Flüchtlinge. Und mit Florian Mösch wurde erstmals ein Behindertenbeauftragter von der Stadt benannt.

Auch im Umland tat sich so einiges. Die Hamberger Kirche öffnete Anfang des Jahres nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder ihre Pforten. Die Hamberger begingen mit diversen Aktivitäten ihr 850-jähriges Bestehen. Die Feuerwehr Hamberge konnte auf 125 Jahre Dienst am Nächsten zurückblicken.

Mit einer großen Feier und der Enthüllung eines Gedenksteins begingen die Lokfelder ihr 825-jähriges Dorfjubiläum. In Klein Wesenberg konnte der Streit wegen Lärmschutz und Bebauungsplänen zwischen dem Amt und der Gemeinde auf der einen und dem Schützenverein auf der anderen Seite nach langem Hin- und Her beigelegt werden.

Die Travekids gingen für ihren Nabu-prämierten Film auf „Fluss-Safari“ im Travetal. Nicht zu vergessen das Kunsthandfest in Barnitz, das Besucher aus Nah und Fern in den idyllischen Trave-Ort lockte. Der beliebte Kirchengemeinderratsvorsitzende Jörg Hauke aus Zarpen wurde aus seinem Amt verabschiedet.

Viel vorgenommen haben sich die Stadtväter für das Jahr 2015: Der barrierefreie Bahnhof der Karpfenstadt soll gebaut, die Pläne für die Brücke als Bahnquerung weiter vorangetrieben werden. Offen ist, ob die Reinfelder einen Zebrastreifen in der Paul-von-Schoenaich-Straße gegenüber der Stormarner Verkehrsaufsicht durchsetzen können. Außerdem steht die Innenstadtsanierung weiterhin im Mittelpunkt der städtischen Planungen.

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