Bargteheide : Abschied nach 42 Jahren

Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht hat Gisela Blankenburg „sehr schätzen gelernt“. Allein 30 Jahre war Blankenburg an der Emil-Nolde-Schule tätig. Fotos: nie
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Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht hat Gisela Blankenburg „sehr schätzen gelernt“. Allein 30 Jahre war Blankenburg an der Emil-Nolde-Schule tätig. Fotos: nie

Gisela Blankenburg, zuletzt Direktorin der Emil-Nolde-Schule, wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

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01. Februar 2018, 10:28 Uhr

Es fiel ihr sichtlich nicht leicht, aber doch war auch ein wenig Erleichterung in ihrem Gesicht zu sehen. Gisela Blankenburg hat ihre Karriere als Lehrerin nach 42 Jahren beendet. Das Ministerium kam ihrem Wunsch auf Eintritt in den Ruhestand nach. 30 Jahre lang war sie als Lehrerin an der Emil-Nolde-Schule (ENS) in Bargteheide aktiv. Davon viele Jahre im Leitungsteam und zuletzt als Direktorin.

Ihre Kolleginnen umrissen ein Porträt der Neu-Pensionärin. Am Freitag habe sie alle mit fröhlichem Gelächter verabschiedet und einen besonderen Blick habe sie immer auf den Aufsichtsplan gehabt, wenn Kollegen im Lehrerzimmer saßen. „Kann es sein, dass du Aufsicht hast?“, habe sie dann freundlich und augenzwinkernd streng gefragt. Außerdem habe sie kurze, direkte Ansagen und Reden stets geschätzt. Daher fielen auch die Abschiedsworte – auf Wunsch Blankenburgs selbst – recht knapp aus. Dem Wunsch ganz „still und heimlich“ von Bord gehen zu können, habe man ihr dann aber nun doch nicht erfüllen können.

Das Team der Schule möchte viele Errungenschaften aus der „Ära Blankenburg“ erhalten. So zum Beispiel die Ausflüge nach Molfsee oder in den Tierpark, um nur einen Punkt zu erwähnen. Das Kollegium war sich einig, dass ihre nun ehemalige Direktorin ihnen „mächtig fehlen wird“. Mit diesen Worten wurden Geschenke und Blumen überreicht. Einen gemeinsamen wortwörtlichen Schlussakkord setzten dann Schüler und Lehrer gemeinsam im Chor.

Schulrat Michael Rebling verabschiedete die Direktorin mit einer „Freikarte“. Unterhaltsam ließ er die über 250 Schüler raten, was denn so eine Freikarte für ihre Schulleiterin bedeuten könnte. Vom „Wellness-Wochenende“ über „endlose Sommerferien“ bis „eine Jahrekarte für den Hansa-Park“ reichten die Vorschläge. Tatsächlich enthielt der braune Umschlag die Urkunde, die den Endpunkt der Laufbahn besiegelte. „Sie hat sich immer für die Belange der Schüler und des Kollegiums eingesetzt. Ich habe sie sehr schätzen gelernt“, sagte Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht.

Blankenburg selbst hatte ein „ganz komisches Gefühl“. Sie habe natürlich gewusst, dass der Tag komme, aber nun sei das schon seltsam, zu wissen, dass die Zeit an der Schule vorbei sei. „Wenn ich hier die ganzen Kinder und Kollegen sehe – da kommt schon Wehmut auf“, so Blankenburg, die sich jetzt erstmal stärker um ihre Kinder und Enkelkinder kümmern möchte.

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