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Interview der Woche : Abschied bedeutet nicht das Karriereende

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Erik Lembke, Ex-Kapitän des Fußball-SH-Ligisten SSC Hagen Ahrensburg, hat am vergangenen Wochenende sein letztes Punktspiel für die Stormarner bestritten. Im Interview verrät der Innenverteidiger, wie es zu dieser Entscheidung kam.

Beim 1:1 gegen den VfB Lübeck am vergangenen Wochenende stand Erik Lembke das letzte Mal für Fußball-SH-Ligist SSC Hagen Ahrensburg auf dem Platz. Im Interview verriet der Innenverteidiger, wie es zu dieser Entscheidung kam und wie er sich dabei fühlt.

Erik Lembke, Sie haben eine gute Partie gemacht. Ihr Team hat 1:1 gegen den Favoriten gespielt. War es ein perfekter Abschied vom Fußball in Ahrensburg?
Es war definitiv ein versöhnlicher Abschluss. Schade, dass es nicht mit dem Sieg geklappt hat. Aber das 1:1 war nach den vergangenen Wochen eine Steigerung. Nach fünf Niederlagen war es einfach toll, mal wieder einen Punkt zu holen und dann auch noch ausgerechnet gegen den VfB.

War es etwas Besonderes, ausgerechnet Ihr letztes Spiel gegen den ehemaligen Zweitligisten zu machen?

Mir war wichtig, dass wir nicht untergegangen sind. Wenn man gehört hat, was aus deren Ecke vor dem Spiel so alles kam, der VfB wollten uns ja angeblich zweistellig schlagen – daraus ist nichts geworden. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Schade ist nur, dass wir es nicht geschafft haben, die Führung über die Zeit zu bringen. Entscheidend aber war, dass wir punkten.

Wie kam es zu der Entscheidung, mitten in der Saison den Verein zu verlassen?

Ich habe einfach gemerkt, dass es nicht mehr geht. Wenn du eine Familie hast und studierst, dann kannst du nicht einfach mal so eben für ein Spiel den ganzen Tag weg sein. Dazu kommen die Trainingseinheiten unter der Woche – auf diesem Niveau kann ich den zeitlichen Aufwand nicht mehr leisten und halbe Sachen sind einfach nicht mein Ding.

Wie schwer war es, diese Entscheidung zu treffen?

Das war schwer. Man muss bedenken, dass ich das hier alles in den letzten Jahren mit aufgebaut habe: die Aufstiege, die Zeit in der SH-Liga – das war schon toll. Aber vielleicht ist es für die Mannschaft ja auch gar nicht schlecht, wenn mal ein anderer Wind reinkommt.

Ist es zugleich das Ende Ihrer Fußballkarriere – mit nur 27 Jahren?

Es muss nicht das Ende sein. Das habe ich auch nicht gesagt. Ich mache jetzt erst einmal ein halbes Jahr Pause vom Fußball, kümmere mich um mein Studium und meine Familie. Danach schauen wir, wie es weitergeht.

Und wenn dann ein Verbands- oder Kreisligist Interesse zeigt, sehen wir Erik Lembke dann wieder auf Stormarns Fußballplätzen?

Das will ich nicht ausschließen. Ich habe ja nicht gesagt, dass ich nie wieder Fußball spielen möchte. Ich sage nur, dass ich auf diesem Niveau nicht mehr spielen kann, weil ich Prioritäten setzen muss. Es gibt halt einen Punkt, da geht das Privat- und Berufsleben vor.

Sie können dem SSC nicht mehr im Abstiegskampf helfen. Wo sehen Sie die Mannschaft am Saisonende?

Ich denke, dass es das Team schafft, die Liga zu halten. Es wird eng, aber sie packen das. Am Ende stehen sie knapp über dem Strich.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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