Abschied: "Aber wir bleiben in Kontakt"

Abschlusstreffen im Vereinsheim des Hoisbütteler Sportvereins: Am Abend feierten die Jugendlichen mit ihren Gästen aus Montoir  eine Party in der Grundschule. Foto: jpm
Abschlusstreffen im Vereinsheim des Hoisbütteler Sportvereins: Am Abend feierten die Jugendlichen mit ihren Gästen aus Montoir eine Party in der Grundschule. Foto: jpm

Ammersbeks Jugendaustausch mit Montoir ist zu einem festen Bestandteil der Partnerschaft geworden, die vor 25 Jahren begründet wurde

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30. Juli 2011, 08:32 Uhr

Ammersbek | Auch wenn das Wetter weniger sommerlich war, haben die französischen Jugendlichen und ihre Gastgeber in Ammersbek die gemeinsamen Tage genossen. Weil die acht Jugendlichen und ihre deutschen Altersgenossen drei Tage in Berlin verbrachten, blieben sie weitgehend vom Dauerregen in Stormarn verschont.

Der Jugendaustausch mit Frankreich ist auch im 25. Jahr quicklebendig. "Wir möchten vor allem junge Menschen dafür begeistern, damit es in Zukunft weitergeht", sagt Bürgermeister Horst Ansén. Vier Begegnungen pro Jahr werden organisiert, Ansprechpartnerin im Rathaus ist Petra Bezema.

Vor einigen Wochen besuchte Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Partnergemeinde Montoir in der Bretagne. "Wir haben an der Parade am Nationalfeiertag teilgenommen und dafür den Stechschritt eingeübt", sagt Betreuer Norbert Wolfrath. Besonders interessant sei ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr und bei einem Herstellers von Feuerwehrfahrzeugen in St. Nazaire gewesen. Während die Nachwuchs-Feuerwehrleute mit einem Mannschaftswagen in die Partnergemeinde reisten, nutzten die acht Jugendlichen aus Frankreich und ihre zwei Betreuer das Flugzeug. In wenigen Tagen bricht schon wieder eine Ammersbeker Gruppe zum Gegenbesuch auf.

In Berlin standen ein Besuch des Reichstags, des Holocaust-Mahnmals und der Eastside Gallery auf dem Programm. "Das DDR-Museum hat die Gäste beeindruckt", sagt Betreuerin und Übersetzerin Antje Lohmann, "die acht Franzosen haben sich über die DDR-Textilien amüsiert und sind in einen Trabi geklettert."

Amüsiert haben sich alle auch über die unterschiedlichen Ess-Gewohnheiten. Die Franzosen bevorzugen eine Hauptmahlzeit am Abend. "Die Deutschen essen mittags und morgens zu viel", findet Annabelle, und "fast alle Getränke haben Kohlensäure." "Bis auf die Essensgewohnheiten gibt es aber keine kulturellen Unterschiede zwischen uns", so Felix.

Auf deutscher Seite wurde das frühe Aufstehen kritisiert. "Aber sonst hätten wir das umfangreiche Programm nicht geschafft", gibt sich Aykut einsichtig. Alle Wünsche seien erfüllt und neue Freundschaften geschlossen worden. "Wir bleiben über Facebook in Kontakt", kündigt Amandine an. In der Grundschule Hoisbüttel , wo die Besucher mit ihren Altersgenossen übernachtet haben, wurde auch die Abschiedsparty gefeiert.

2012 wollen die Ammersbeker Paris kennen lernen. Betreuer Eric Thuel aus Montoir wird sich als Fremdenführer zur Verfügung stellen. Geplant sind zwei Reisen nach Frankreich, für die Altersgruppe zehn bis 13 Jahre und für die 14- bis 17-Jährigen. Wer mitreisen möchte, melde sich bei Petra Bezema im Rathaus Tel. (040) 6058 1114.

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