Bad Oldesloe : Ab Januar wird endlich gebaut

Gemeinsam besiegelt: Ulf Müller (li) und Bürgermeister Tassilo von Bary schließen den Vertrag zum Umbau der Stadtschule ab. Foto: Olbertz
Gemeinsam besiegelt: Ulf Müller (li) und Bürgermeister Tassilo von Bary schließen den Vertrag zum Umbau der Stadtschule ab. Foto: Olbertz

3,15 Millionen Euro - Vertrag zum Umbau er Stadtschule unterzeichnet / Mensa, Lehrerzimmer und vier Klassenräume kommen neu

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15. Oktober 2011, 08:19 Uhr

Bad Oldesloe | Wären nicht gerade Ferien, hätten an der Stadtschule wohl gestern die Sektkorken geknallt. Die Verträge für den langersehnten Umbau wurde besiegelt. "Wir hängen hinterher, die räumlichen Voraussetzungen für den gebundenen Ganztagsbetrieb zu schaffen", mussten Fachbereichsleiter Thomas Sobczak einräumen - mittlerweile wird bereits der zweiten Jahrgang im gebundenen Betrieb unterrichtet und es ist, bis auf eine Interims-Mensa, noch nichts umgebaut worden.

Doch ab Januar soll sich das ändern. Die Firma Carl Schumacher aus Wolfenbüttel hat den Zuschlag für den großen Umbau erhalten. Gut drei Millionen Euro werden die Arbeiten kosten - es war ursprünglich mal mit vier Millionen Euro gerechnet worden. Gut eine Million Euro sollen aus dem Investi-

tionspakt des Bundes als Zuschuss fließen.

Auf dem jetzigen Parkplatz neben der Bücherei soll ein Neubau entstehen. Im Erdgeschoss ist eine Mensa mit 135 Plätzen vorgesehen. Angesichts von 400 Schülern zwingt das die Schule in den Dreischichtbetrieb. Oberhalb der Mensa entstehen vier neue Klassenräume. Den Wegfall der Parkplätze hält Bürgermeister Tassilo von Bary für verschmerzbar, schließlich gebe es in der Nähe die Parkhäuser Liebe und Königstraße. "Bei den Spritpreisen ist das Fahrrad ohnehin günstiger", scherzt Ulf Müller, einer von drei Chefs der Baufirma Schumacher. Der untere Bereich der Mensa soll geklinkert werden, oben wird die Putzfassade er Bücherei aufgegriffen. Zudem gibt es einen Verbindungsgang zum alten Schulgebäude. Die Mensa muss zum 1. August fertig sein.

Im Altbau aus den 30er Jahren werden drei Klassenräume zum neuen Lehrerzimmer umgebaut. Aus dem bisherigen Lehrerzimmer werden Verwaltungsräume und die Behelfs-Mensa soll zu Arbeitsräumen für Lehrer umgestaltet werden. Das alles wird im laufenden Betrieb geschehen müssen. "Harry Potter sind wir leider nicht. Es geht nicht anders", bedauert Müller. Er versichert aber: "Wir kennen uns mit der Materie aus, wir haben schon ein paar Schulen im Bestand umgebaut. Da ist Partnerschaft ganz wichtig."

13 Monate lang war das aufwändige Verfahren von der Verwaltung vorbereitet worden. Europaweit musste das PPP-Verfahren ausgeschrieben werden. Zwölf Firmen hatten sich beworben, fünf Bewerbungen lagen dann tatsächlich vor. Drei davon kamen in die engere Wahl und das Unternehmen aus Wolfenbüttel machte das Rennen. Heraus kam ein so genanntes schlankes PPP-Verfahren mit Planung, Bau und Finanzierung, aber ohne Betreibermodell. Ulf Müller findet das gut so: "Ein Investor muss nicht zwingend den Kindern das Mittagessen machen."

Die Verwaltung geht davon aus, dass sich die intensive Vorarbeit jetzt auszahlt. Stadtkämmerin Mandy Treetzen: " Wir haben ein umfangreiches Leistungsverzeichnis, in dem alles beschrieben ist. Das Risiko liegt jetzt komplett beim Unternehmer. Wir haben einen Festpreis vereinbart." Obendrein soll PPP noch 250 000 Euro günstiger sein als ein Umbau in eigener Regie.

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