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Bad Oldesloe : A1-Sanierung beginnt am Wochenende

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Dank des milden Winter können die Arbeiten bereits im Februar beginnen. 23 Millionen Euro-Auftrag ging an die Firma Betamaus Bochum.

Die nahezu unendliche Geschichte der A1-Sanierung geht weiter. Endlich und aufgrund der milden Witterung schneller als gedacht. Nicht erst im März, sondern bereits an diesem Sonnabend soll mit den vorbereitenden Arbeiten und der Baustellensicherung, begonnen werden, teilte Verkehrsminister Reinhard Meyer mit. „Wir werden in Kürze die ersten Baubesprechungen haben“, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Lübeck.

Das dürfte den Zeitplan etwas entspannen. Als „ambitioniertes Ziel“ hatte Sommerburg im vergangenen Jahr die geplante gemeinsame Ausschreibung der beiden Bauabschnitte bezeichnet. Bis November sollen sowohl die West- als auch die Ostseite zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe saniert sein. Während der Arbeiten stehen je zwei Spuren in jeder Richtung zur Verfügung.

Grund für die Eile ist die Pleite der Alpine Bau. Bis auf Entwässerung und Baustelleneinrichtung war im vergangenen Jahr nicht viel passiert. Der Versuch, die A1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe vom Zweitplatzierten weiterbauen zu lassen, scheiterte am Einspruch der Drittplatzierten.

Die Baustelle wurde wieder zurückgebaut, um einen monatelangen Dauerstau zu verhindern. Die rechte Spur Richtung Süden blieb zwar gesperrt, weil sie bereits völlig marode ist, auf den zwei freigegebenen Spuren ist aber Tempo 100 erlaubt. Um den Zeitplan zu halten, sollte die Sanierung beider Autobahnseiten auf jeweils 6,5 Kilometern komplett in einem Jahr erfolgen.

Die Ausschreibung gewann Betam Infrastructure GmbH aus Bochum, die ein Gebot über 22,9 Millionen Euro, abgegeben hatte. Das liegt zwischen den Summen die Alpine sowie der Zweitplatzierte verlangt hatten. Betam ist eine Neugründung von nicht bekannten Investoren, die Ende vergangenen Jahres die komplette Straßenbau-Sparte von Bilfinger-Berger übernommen hatten.

„Mit Bilfinger-Berger haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt Sommerburg. Allerdings war Alpine nicht die einzige Baufirma, die auf der A1 in Stormarn Pleite gegangen ist. Die Reinhold Meister GmbH hatte 2011 Insolvenz angemeldet, nachdem der von ihr gebaute Abschnitt zwischen Oldesloe und Bargteheide komplett wieder aufgerissen werden musste. Und die Österreicher, die die A1 zwischen Buddikate und Großhansdorf gebaut hatten, konnten wegen Insolvenz nicht mehr zur Nachbesserung verpflichtet werden.

„Vor Firmenpleiten ist man nie gefeit“, sagt Sommerburg, „aber natürlich ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit geprüft worden, soweit das möglich ist“. Wenn alles gut geht und das Wetter mitspielt, soll die A1 zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld bis Mitte Dezember komplett saniert sein. Im Frühjahr 2015 geht es laut Plan mit dem 11. Bauabschnitt weiter, die 5,5 Kilometer zwischen Lübeck-Zentrum und dem Kreuz Lübeck.

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erstellt am 18.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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