Wirtschaft in Bad Oldesloe : Hip-Hopper Noor Al-Tamemy richtet Shutdown-Rap an Ministerpräsident Günther

Die Wirtschaftsvereinigung hat sich die Unterstützung eins Hip-Hoppers gesichert.
Die Wirtschaftsvereinigung hat sich die Unterstützung eins Hip-Hoppers gesichert.

Die Bad Oldesloer Wirtschaftsvereinigung greift zu einem unerwarteten Mittel beim Kampf um Lockerungen - einem Rap.

Avatar_shz von
02. März 2021, 19:49 Uhr

Bad Oldesloe | Nachdem die Stormarner Gewerbevereine gemeinsam Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Wirtschafsminister Dr. Bernd Buchholz (FPD) mit einem Brandbrief aufforderten ab 8. März komplett zu öffnen, hat die Wirtschafsvereinigung jetzt eine – sagen wir mal „etwas überraschende“ – neue Idee entwickelt, um kreativ auf sich aufmerksam zu machen.  

Weiterlesen: Brief der Unternehmer an Ministerpräsident Daniel Günther

Unterstützung durch Bad Oldesloer Rapper

Die Unternehmer aus der Kreisstadt haben sich nämlich die Unterstützung des Bad Oldesloer Hip-Hoppers Noor Al-Tamemy gesichert. Der rappt nun in einem neuen Video in Richtung Daniel Günther, um der Forderung der Wirtschaftsvereinigung Nachdruck zu verleihen.

Das Video trägt wie die Kampagne den Titel „Aufmachen.Jetzt". In seinem kurzen Song fordert Hip Hopper Al-Tamemy den Shutdown für Gastronomen und Einzelhändler in Bad Oldesloe aufzuheben.

Musikvideo soll die Stimmung der Unternehmer ausdrücken

„Dieses Musikvideo drückt die Stimmung der Unternehmer hier aus. Der Lockdown ist für Händler und Gastronomen ein Desaster. Inzwischen kämpfen viele Betriebe um ihre Existenz. Handel und Gastronomie müssen unter Hygienebedingungen jetzt wieder öffnen dürfen. Ansonsten sterben unsere Innenstädte“, warnt Nicole Brandstetter, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe.

Die Wirtschaftsvereinigung fordere dabei eine echte Öffnung und kein „Click&meet“. „Der Einkauf mit Terminvergabe ist keine Lösung. Die Kosten für Personal und Ladenbetrieb sind zumeist höher als die Umsätze“, so Brandstetter.

Al-Tamemy drückt es in seinem Rap so aus: „Wir brauchen die Händler, Gastronomen und die Dienstleister. Denn das Klicken und Meeten ist nicht beliebt leider.“

Das Video wird laut Wirtschaftsvereinigung direkt an Ministerpräsident Daniel Günther geschickt, der sich am Mittwoch, 3. März, mit den übrigen Ministerpräsidenten Deutschlands und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den nächsten Shutdown-Lockerungs-Gesprächen trifft.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen