Reinfeld : Barrierefrei per Fußgängerquerung über die Bahngleise

Über die alte Ladestraße – in Höhe des orangefarbenen Bauwagens – soll die erweiterte Fußgängerbrücke vom Bahnhof zur Holländerkoppel führen.
Über die alte Ladestraße – in Höhe des orangefarbenen Bauwagens – soll die erweiterte Fußgängerbrücke vom Bahnhof zur Holländerkoppel führen.

Baubeginn für die neue, sichere Fußgängerquerung über die Bahngleise vom Bahnhof zur Holländerkoppel in Reinfeld.

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21. Januar 2021, 15:52 Uhr

Reinfeld | Es geht voran mit den Bauprojekten der Stormarner Karpfenstadt. Zur Zeit wird eine neue Baustelle an der Bahnstrecle om Reinfeld eingerichtet. Auf dem P&R-Gelände am Bahnhof soll ein neuer Fußgängerüberweg entstehen. Er ist die Erweiterung der vor drei Jahren fertiggestellten Fußgängerquerung und endet direkt an der etwas höher gelegenen Holländerkoppel.

Um das Projekt zu realisieren, wird der Parkplatz bis zum voraussichtlichen Bauende im Jahre 2022 gesperrt. Es handelt sich um das Gelände der alten „Ladestraße“ südlich des Reinfelder Bahnhofs.

Dieser neue Übergang wird den Bahnhof noch attraktiver machen und den Standort aufwerten Bürgermeister Roald Wramp

„Für Autofahrer bleibt der P&R-Platz südlich des Bahnhofs gesperrt. Sie müssen auf die Parkplätze im Norden der Bahngleise direkt vor dem Bahnhofseingang ausweichen“, sagt Bürgermeister Roald Wramp, der sich über das Fortschreiten des Projekts freut.

Eine Durststrecke für die vielen Autofahrer und Pendler aus Lübeck und Umgebung, aber ein großer Schritt in der Stadtentwicklung.

Investition von 2,7 Millionen Euro

2,7 Millionen Euro investierten die Deutsche Bahn und das Land Schleswig-Holstein vor drei Jahren in den barrierefreien Ausbau des in die Jahre gekommenen Bahnhofs. Im Zuge dessen wurde der erste Teil der Fußgängerquerung zu den Gleisen der Regionalstrecke Hamburg-Lübeck fertiggestellt.

Schon damals schauten die Planer voraus und waren sich mit der Deutschen Bahn einig, dass diese Querung verlängert werden muss. Daher ließ man gleich eine sogenannte „Betonnase“ stehen, an die man später den weiteren Übergang zur Holländerkoppel anschließen kann.

Die alte Ladestraße soll nach Fertigstellung der Fußgängerbrücke zur P&R-Anlage werden.
Frauke Schlüter
Die alte Ladestraße soll nach Fertigstellung der Fußgängerbrücke zur P&R-Anlage werden.

Im Anschluss an die moderne Brücke soll laut Planungen eine Treppe bis zur Holländerkoppel führen. Der Bauhof hat dort bereits Vorarbeiten geleistet und den Boden vorbereitet.

Weitere Stellplätze geplant

Außerdem wurde ein Grundstück von der Stadt erworben, auf dem die Querung enden soll und auch weitere Stellplätze und eventuell auch Fahrrad-Stellplätze geplant sind. So ist gewährleistet, dass man nicht mehr über die Bahngleise muss, um von der Süd- in die Nordstadt zu kommen – und umgekehrt natürlich. Für die alte Ladestraße sind weitere P&R-Plätze geplant.

Reinfeld ist ein attraktiver Bahnhof – nicht nur für Einheimische, sondern für Hunderte von Pendlern täglich, die ihr Auto am Bahnhof parken und den günstigen HVV-Anschluss nutzen. „Sogar Pendler aus Herzogtum Lauenburg und Ostholstein nutzen den Reinfelder Bahnhof, um nach Hamburg zu kommen. In Reinfeld zählt man täglich 3000 Ein- und Aussteiger“, so der Bürgermeister. Er rechnet damit, dass die Zahl sich im Laufe der nächsten Jahre noch erhöhen wird.

Bürgermeister schätzt Kosten auf 2,35 Millionen Euro

Der Plan der Bauarbeiten sieht so aus: Weitere Rodung der Grünfläche zur Holländerkoppel. Aufstellen der Baucontainer, Erdarbeiten und Freilegung der Fläche. Im Sommer soll die Brücke gebaut werden. „2020 haben wir den Haushalt noch mal deutlich verändert, so dass wir ihn noch in Kraft setzen konnten. Jetzt können wir das Bauvorhaben ohne eine weitere Sondergenehmigung durchführen“, so Wramp.

Er rechnet mit Kosten von insgesamt 2,35 Millionen Euro für die neue Fußgängerquerung und 1,3 Millionen Fördergelder durch den Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nah SH).

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