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700 Jahre: Viele Wege zu Ahrensburgs Geschichte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

1314 wurde das Dorf Woldenhorn erstmals urkundlich erwähnt, 2014 feiert Ahrensburg 700 Jahre. Eine zentrale Jubiläumsveranstaltung ist im September in der Großen Straße geplant, die größte Einzelveranstaltung ist die Ausstellung, die vom 16. März bis Ende Juni in der Marstall-Stallhalle gezeigt wird.

Trotz begrenzten Budgets hat sich Ahrensburg dafür professionelle Ausstellungs-Designer geholt. Stadtarchivarin Dr. Angela Behrens, die Großhansdorfer Historikerin Elke Petter und Stormarns Mittelalter-Experten Günther Bock sind die Kuratoren, das Konzept stammt von Eva Stankowski aus der Hamburger Bürogemeinschaft „Raumproduktion“. Normalerweise, sagt die Szenografin, „braucht man dafür zwei Jahre. Wir hatten ein halbes. Das ist eigentlich völlig absurd.“ Und es war auch eine Herausforderung, 700 Jahre Geschichte auf weniger als 240 Quadratmetern unterzubringen.

Was Eva Stankowski, Texterin Sonja Vogt sowie Bühnenbildnerin Vera Knab vorlegten, stieß allerdings auf allgemeine Begeisterung. Sie haben die Stallhalle in Stationen aufgeteilt, die man vom „Null-Raum“ aus mit oder gegen die Zeit oder auch thematisch durchwandern kann. „Das ist etwas Außergewöhnliches“, findet nicht nur Bürgermeister Michael Sarach.

„Die Ahrensburger werden die Halle nicht wiedererkennen. Dort werden viele Quadratmeter Holz verbaut und Materialien, die man nicht in einem Museum erwartet“, sagt Eva Stankowski. Es wird Fühl- und Hörstationen geben oder einen Zukunftsraum. Zu hören sind unter anderem Schloss-Gesichten, gelesen von Horst Schroth, oder Geschichten vom historischen Arbeitskreis, gelesen von der Vorsitzenden Karin Voss. Zudem kann sich jeder Verein präsentieren. 160 gibt es in Ahrensburg, alle wurden vom Bürgermeister angeschrieben aber längst nicht alle haben sich gemeldet.

Statt „Flachware an der Wand“ setzt Eva Stankowski auf „Wurzelbehandlung amüsant“: „Wir stellen immer die Frage, warum etwas so ist und was das mit dem Leben heute zu tun hat. Es gibt wenig Personengeschichte. Wir zeigen Geschichte aus der Perspektive der Bewohner.“ „Wir mussten viel weglassen, von dem man immer dachte, dass es auf jeden Fall zur Ahrensburg gehört“, sagte Angela Behrens: „Zum Glück hat mich Eva Stankowski davon überzeugt.“

Mit dem Konzept sollen auch Jüngere angesprochen werden, „die sich für Geschichte meist nicht besonders interessieren“, so Angela Behrens. Deshalb wurde zusätzlich das Kieler Kinderkulturbüro engagiert, das ein Begleitprogramm für Schulklassen anbietet. „Wir haben für zwei Altersgruppen Entdeckerbögen entwickelt“, so Katja Stark. Die sind Grundlage für Workshops in der Remise unter der Leitung von Dr. Ina Schmidt. „Stadt verstehen – Stadt gestalten“, ist das Thema für die Jüngeren, mit „Macht und Herrschaft“ beschäftigen sich die Klassenstufen 7 bis 9.

Die über 16-Jährigen können ohne Bögen durch die Ausstellung gehen und anschließend mit Oleg Pronitschew zum Thema „Meine Freiheit – Deine Freiheit“ arbeiten. Anmeldungen nimmt Katja Stark unter Tel. (0173) 9720278 oder per Mail an info@kielerkinderkulturbuero.de entgegen.

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erstellt am 25.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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