Nach Anschlag in Grabau : 600 Menschen bei Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit

In Bad Oldesloe haben sich trotz des stürmischen Wetters rund 600 Teilnehmer eingefunden, die den Anschlag gegen das Flüchtlingsheim in Grabau verurteilen.

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10. Januar 2015, 14:46 Uhr

Bad Oldesloe | Mehrere hundert Menschen haben sich am Sonnabend in Bad Oldesloe zu einer Kundgebung gegen Fremdenfeindlichkeit versammelt. Wegen des stürmischen regnerischen Wetters kamen die Menschen in der Peter-Paul-Kirche in der Kreisstadt zusammen, berichtete Walter Albrecht, Sprecher des Bündnis gegen Rechts Bad Oldesloe. Nach seinen Angaben beteiligten sich 600 Menschen. „Es ist schon positiv, dass die Teilnehmer wie ein Mann hinter den Flüchtlingen stehen“, sagte Albrecht.

Zu der Kundgebung hatte das Bad Oldesloer Bündnis gegen Rechts aufgerufen. Anlass war die Attacke auf eine Flüchtlingsunterkunft in Grabau im Kreis Stormarn vor rund einer Woche. Am Abend des 2. Dezember hatten Unbekannte eine Rauchpatrone in das Treppenhaus der Unterkunft geworfen. Die sechs Bewohner mussten das Haus verlassen. Die Hintergründe der Tat sind nach Angaben der Lübecker Staatsanwaltschaft noch unklar. Die Behörde geht nach Angaben eines Sprechers aber von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus.

„Mit der Kundgebung wollten wir unsere Solidarität mit den Betroffenen, aber auch mit allen Menschen bekunden, die auf der Flucht vor Krieg und Folter nach Deutschland gekommen sind“, sagte Albrecht. An der Kundgebung beteiligten sich auch Vertreter von Parteien, Verbänden, der evangelischen Kirche und des DGB.

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