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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 22:22 Uhr

49 000 Euro für Digitalisierung

vom

Stadtvertretung Bargteheide gibt Gelder für Umbau des Cinema Paradiso frei

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Bargteheide | Die Digitalisierung des Cinema Paradiso ist kommunalpolitisch vom Tisch. Mit 20 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung (zwei Stadtvertreter fehlten) wurde die außerplanmäßige Ausgabe in einer Höhe von maximal 49 000 Euro bewilligt. Damit kann Betreiber Hans-Peter Jansen sein Programm-Kino im Kleinen Theater auf moderne Technik (siehe Ex tratext) umstellen. Jansen war im Vorfeld mit der Tür ins Haus gefallen und hatte über die Printmedien gedroht, seinen Laden dicht zu machen, falls die Stadt nicht bereit ist, kräftig draufzuzahlen. Nicht gerade die feine Art, bekundeten alle Fraktionen im Stadtparlament.

"Die Spannungen sind bedauerlich", sagte WfB-Fraktionsvorsitzender Norbert Muras. "Es gab eine Kommunikations-Unterbrechung." Jansen sei nicht zu erreichen gewesen, und der Stadt hätten andere Zahlen vorgelegen. Gleichwohl habe die Sache ein gutes Ende genommen, führte Muras weiter aus. Der Meinung schlossen sich CDU und SPD auch im Namen der Stadt an. Das Kleine Theater mit seinen unterschiedlichen Nutzungen sei ein kulturelles Highlight, betonte CDU-Fraktionschef Christian Claussen: "Wir bekennen uns dazu und werden darauf achten, dass es erhalten bleibt." Die Kommunikation müsse aber nicht nur mit Verwaltung und Politik funktionieren, sondern auch bei den Nutzern selbst erfolgen. Es dürfe dort nicht das Schweigen im Walde herrschen, so Claussen in seinen weiteren Ausführungen.

"Wir müssen intensiver mit Kulturschaffenden ins Gespräch kommen", redete SPD-Fraktionschef Jürgen Weingärtner allen ins Gewissen. Nur ein Pachtvertrag reiche nicht. Es gehe auch um Wertschätzung. Dem schloss sich Renate Mascher (WfB) an: "Wir müssen uns weiterhin kümmern." Kultur sei kein notwendiges Übel.

Der Umbau des Cinema Paradiso zu einem digitalen Kino wird um die 81 000 Euro kosten. Davon entfällt das Gros mit knapp 73 000 Euro auf den Projektor samt Montage. Das notwendige Klimagerät macht 4600 Euro aus. Elektroarbeiten kosten knapp 2500 Euro, die Vergrößerung der Projektionsöffnung gut 1000 Euro.

Von den Gesamtkosten übernimmt die Stadt maximal 49 000 Euro. Der Rest, gut 32 000 Euro, soll durch Zuschüsse (FFA: Filmförderungsanstalt Berlin, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, ggfs. Anhebung Kinoprogrammpreis) aufgebracht werden. Wenn weitere Fördertöpfe angezapft werden können (Förderfonds der Verleihfirmen, FFA Hamburg-Schleswig-Holstein), verringert sich der städtische Anteil.

Die Umstellung auf moderne Technik solle im Sommer erfolgen - in den drei Wochen, in denen der Spielbetrieb ruhe, erklärte Hans-Peter Jansen.

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