zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

18. August 2017 | 01:32 Uhr

Reinbek : 270 Kinder zogen in Stormini ein

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die zehnte Stormarner Kinderstadt wurde in Neuschönningstedt eröffnet. Erstmals ist eine Gruppe aus Reinbeks polnischer Partnerstadt dabei

Stormini hat begonnen. Gestern öffnete sich das Stadttor im Reinbeker Ortsteil Neuschönningstedt für die zehnte Stormarner Kinderstadt. Eine Woche leben und arbeiten rund 270 Kinder zwischen neun und 13 Jahren – halb so viele wie sich beworben hatten – in der Zeltstadt. Caroline aus Bad Oldesloe war die erste, die ihren Ausweis bekam. „Leider bin ich zum letzten Mal dabei“, sagt die 13-Jährige, nächstes Mal bin ich zu alt.“

Je nach Neigung können die Kinder aus rund 50 verschiedenen Berufen wählen - vom Apotheker bis zum Zuckerbäcker. Der Lohn wird in Stormark bezahlt, einer Währung, die nur innerhalb des Storminigebietes gilt. Wie im richtigen Leben müssen Krankenkassenbeiträge und Steuern entrichtet werden. Die Agentur für Arbeit öffnet jeden Tag um 9.30 Uhr, dort gibt es die Jobkarten. Gearbeitet wird von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr.

Stormini ist die 1111. „Stadt“ in Schleswig-Holstein, deren Bewohner am eine Bürgermeisterin oder einen Bürgermeister wählen. Auf dem umzäunten, 100  000 Quadratmeter großen Gelände stehen 60 Großzelte, es gibt ein Zirkuszelt und zwei Bühnen, 61 Zeltbetreuer, 33 Arbeitgeber und 64 Arbeitsplätze. Für die Verpflegung wurden 4500 Brötchen und 3600 Liter Getränke und Wasser veranschlagt. Das DRK hat mehrere Sanitätszelte aufgebaut. Betreuer am „Stadttor“ an der Königsberger Straße achten darauf, dass niemand unbefugt das Gelände betritt.

Der Kreis fördert Stormini mit 58  000 Euro. Die Sparkassen-Stiftung Stormarn und die Sparkasse Holstein unterstützen das Projekt ebenso wie die Kreishandwerkerschaft, die Bürger-Stiftung Stormarn und die Stadt Reinbek. Schirmherren sind Ministerpräsident Daniel Günther sowie Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer und Kreishandwerksmeister Björn Felder. Die beiden eröffneten die Kinderstadt gestern Abend offiziell.

„Stormini ist ein wertvolles Projekt, um junge Menschen an die Organisation des Gemeinwesens heranzuführen“, sagt Landrat Dr. Henning Görtz. Am Donnerstag gibt es den ViP-Tag, dann dürfen sich Besucher umschauen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen