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Kunstbesuche : 23 offene Ateliers locken über 1000 Besucher an

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

23 Künstler öffneten im Rahmen einer Rundtour durch Stormarn ihre Ateliers für Besucher. Die Besucherzahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 17:05 Uhr

In Kleingärten, in Kellern, auf Hinterhöfen, in Scheunen, im Nebenzimmer, im Hotel oder im extra gebauten Gebäude: Die Ateliers der Stormarner Künstler befinden sich an den unterschiedlichsten Orten. So verschiedene ihre Kunst und ihre Philosophie, so verschieden sind auch die Plätze an denen Künstler ihre Werke entstehen lassen.

Eine Rundtour zu allen Ateliers im Rahmen der „Kunstorte Stormarn 2014“ erlaubte einen Einblick in 23 Ateliers von nahezu 50 Künstlern. Es war die zweite Veranstaltung dieser Art, die in Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Stormarn und der Sparkassen Kulturstiftung auf die Beine gestellt worden war. Gehofft hatte nicht nur Landrat Klaus Plöger auf bis zu 10000 Besucher. Insgesamt wurden es aber nur knapp über 1000, wie eine Abfrage ergab. Manche Ateliers freuten sich über 100 Besucher, in anderen schauten nur knapp 20 Neugierige vorbei.

Für die Stormarner Kunstbegeisterten, die sich auf die Erlebnisreise gemacht hatten, gab es beim Blick hinter die Kulissen viel zu entdecken. Doch wer alles sehen wollte, musste auf das Auto zurückgreifen. Die von Organisatoren empfohlenen Radtouren eigneten sich nur bedingt für umfassende Eindrücke. Selbst mit dem Pkw war eine gute Planung und Eile geboten, um mehr als die Hälfte der Ateliers zu besuchen können, wie unser Selbstversuch zeigte.

Angesichts der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Besucherzahlen, wurde angeregt, die Häufigkeit des Events zu überdenken. „Vielleicht würde es auch reichen, wenn es alle zwei, vielleicht sogar nur alle drei Jahre stattfinden würde“, so Maler Detlef Norbert Maier in Oststeinbek an. Auch die Künstler von „Stockwerk 3“ in Grande zeigten sich eher ein wenig enttäuscht. Die Besucherzahl sei vor allem am Sonnabend nicht an die Erwartungen herangekommen. Anders sah das zum Beispiel Thomas Helbing in Barnitz. Obwohl auch hier der Andrang nicht sehr groß war, sei es wichtig, dass die Kulturstiftung am Ball bleibe und solche Veranstaltungen weiter vorantreibe. „Vielleicht sollte man es aber auf zwei Wochenenden ausdehnen. Denn allein der Aufbau lohnt sich für zwei Tage kaum. Schön wäre es auch, wenn es so die Möglichkeit geben könnte, dass man die Gelegenheit hat jeweils andere Künstler zu besuchen“, so Helbing weiter. Eine Aufteilung in zwei Kunstort-Veranstaltungen für den Süd- und Nordkreis sei auch denkbar.

Die Resonanz an den jeweiligen „Kunstorten“ war ganz unterschiedlich, was deutlich mit der Lage der geöffneten Ateliers zu tun hatte. Umso weiter draußen ein Atelier lag, desto weniger Besuch war zu verzeichnen. Der meiste Andrang herrschte in Ahrensburg. Maria Müller-Leinweber von der Mamülei zeigte sich daher schon am Sonnabend sehr zufrieden. Ebenso positiv äußerte sich Anita Schwieger, die ihre besonderen Stilleben von Nahrungsmitteln ausstellte. Geradezu begeistert war Barbara Kahlke von der Ateliergemeinschaft zum Fasanenhof in Jersbek. Bei ihr herrschte großer Andrang, und sie konnte auch mehrere Bilder verkaufen. „Man muss schon Spaß daran haben, sich hier ein Wochenende hinzustellen. Aber wir machen das doch, damit die Menschen sich unsere Kunst anschauen. Wer keinen Spaß daran hat, der sollte es lassen“, sagte Thomas Klockmann von der Künstlerhalle in Ahrensburg.

Als besonderer Gast begleitete Schleswig-Holsteins Finanzminister a.D. Rainer Wiegard die Kuratorin der Kulturstiftung, Katharina Schlüter an mehrere Ausstellungsorte. „Ich habe den Eindruck, dass die meisten Künstler sehr zufrieden sind hier in Stormarn. Es ist eine schöne Gelegenheit zu sehen, was es hier alles gibt und wie unterschiedlich die Kunst ist“, so Wiegard.

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