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„Kunst Orte Stormarn“ : 23 Ateliers öffnen ihre Türen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wird das Projekt „Kunst Orte Stormarn“ an diesem Wochenende mit 45 Künstlern fortgesetzt

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 16:41 Uhr

Was möchte ich ausstellen? Was möchte ich zeigen? Muss ich noch aufräumen? Wer wird wohl vorbeikommen? 45 Künstler in 23 Ateliers an insgesamt 14 „Kunstorten“ in Stormarn bereiten sich in diesen Tagen auf die „Offenen Ateliers“ am Wochenende vor. Zum zweiten Mal findet diese besondere Veranstaltung statt, bei der die künstlerisch Tätigen im Kreis ihre in vielen Fällen sonst geschlossenen Türen für die Öffentlichkeit öffnen und so Einblicke in ihre künstlerische Arbeit gewähren.

Doch hinter all dem steckt mehr als nur ein kleiner Werkstattbesuch für Interessierte an bildender Kunst und Hochkultur. Für die „Kunstorte Stormarn“ haben sich die Organisatoren einige Besonderheiten einfallen lassen. So führen zum Beispiel sieben Radrouten – quer durch den gesamten Kreis – zu den unetrsschiedlichsten Ateliers.

Diese Radtouren liegen besonders Sigrid Kuhlwein am Herzen. Die Vorsitzende des Schul-,Kultur- und Sportausschuss freut sich bereits auf die Fahrt von Künstler zu Künstler. Auch die Unterstützer der Sparkassen-Kulturstiftung, der Bürgerstiftung Stormarn und der Sparkassen-Stiftung wollen bei der zweiten Auflage eine eigene kleine Ausfahrt anbietern. „Letztes Jahr haben wir das noch nicht gemacht, haben aber so viel gute Kritik gehört und tolle Erfahrungsberichte von anderen Radfahrern, dass wir das dieses Mal auch ausprobieren wollen“, so Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender er Sparkasse Holstein. Im Begleitheft zu den „Offenen Ateliers“ finden sich auch Vorschläge für die Radrouten, die an das entsprechende Buch „Radwandern in Stormarn“ angelehnt sind, das man – genau wie das Programmheft – in den Sparkassenfilialen erhalten kann. Während sich einerseits Kunstinteressierte auf dem Drahtesel abstrampeln, möchte Landrat Klaus Plöger sich lieber den Wind in seinem Cabrio um die Ohren fegen lassen. So sei er schließlich schneller unterwegs und bekomme mehr vom gesamten Angebot mit. Die „Erfolgsgeschichte Stormarn“ ist das Lieblingsthema des Landrats, und dazu gehört für ihn auch die immer bekannter werdende und qualitativ überzeugende Kunst im Kreis. Er möchte die einzigartige Gelegenheit nutzen, sich einen kompletten Überblick über die Kunstszene im Kreis zu verschaffen. „Daher nehme ich das Auto. Natürlich ist das Rad fahren auch ein schöner Aspekt. Aber in meiner Brust schlagen zwei Herzen. Mir ist es wichtiger, dass ich möglichst alle Künstler sehen und besuchen kann. Das schaffen Sie doch mit dem Rad gar nicht!“, sagte er.

Ausgewählt wurden die Künstler im Vorwege von einer kompetenten Jury. Die Bewertungskriterien sollen vielleicht in den nächsten Jahren überarbeitet werden. Wichtig sei aber, dass man die Qualität erhalte. „Sich einen guten Ruf erarbeiten, ist schwer, ihn zu zerstören, geht oft schnell“, erklärt Jörg Schumacher von der Sparkassen-Kulturstiftung, die sich seit vielen Jahren erfolgreich für Künstler im Kreis einsetzt.

An vielen Orten wird nicht nur Kunst zu sehen sein, sondern auch ein Rahmenprogramm geboten. So zum Beispiel eine „Kreative Zeit für Kinder“ im Ahrensburger Atelier „Mamülei“ (Sa/So. 14 bis 16 Uhr), ein Naturmal-Workshop im Atelier Malso Malso in Reinbek (Sa./So. 11 bis 15 Uhr) , die Live-Erstellung einer Skulptur durch den Bargteheider Künstler Sören Clausen in seinem Atelier KuBa (Sonnabend in den Abendstunden) oder auch „Augenlieder - Livezeichnen mit Musik“ mit dem Kunstkreis Bargteheide im Stellwerk am Sonntag um 15 Uhr.

„Es ist wirklich spannend und interessant, wo einen diese Fahrten dann hinführen. Es gibt versteckte Ateliers, die man noch gar nicht kannte und ja aben auch sehr unterschiedliche Kunst. Langweilig wird das sicherlich nicht“, ist Plöger sicher. „Andere schauen doch neidisch auf unseren Kreis, was wir hier alles zu bieten haben“, betont er. Auch Kreispräsident Hans-Werner Harmuth ist sehr angetan vom umfangreichen Programm: „Stormarn hat auch in diesem Bereich viel zu bieten, das zeigt der Katalog zur Veranstaltung schon.“

„Es gibt Fotografie, Siebdruck, Stahl, Holz, Keramik, Papierkunst und natürlich auch klassische Malerei zu entdecken“, erklärt Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreis Stormarn. „In manchen Ateliers stellt nur ein Künstler aus, aber es gibt auch Orte wie das Stellwerk in Bargteheide oder Mamülei in Ahrensburg, wo man mehrere Künstler antrifft“, so Lütje weiter. „Ich gehe davon aus, dass wir 10000 Besucher schaffen. Das hat die Veranstaltung verdient“, so Plöger.

 

 

>Mehr Infos zu den Künstlern unter www.kunst-orte-stormarn.de

 

 

 

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