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Nachfolger für Plöger : 14 wollen Landrat werden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Frist ist abgelaufen. Hochkarätige Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet sind pünktlich bei der Verwaltung eingegangen. Am 29. Januar wählt der Kreistag einen Nachfolger für Klaus Plöger.

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erstellt am 28.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Was haben die Fifa und die Kreisverwaltung gemeinsam? Genau: Montagabend um Mitternacht endete die Bewerbungsfrist für den Chef des jeweiligen Hauses. Die Bewerber für die Nachfolge von Sepp Blatter um die Fifa-Spitze sind inzwischen bekannt. Die potenziellen Nachfolger von Klaus Plöger sind allerdings noch geheim. „Wir haben den Bewerbern Vertraulichkeit zugesichert“, erklärt Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, der die Landratswahl organisiert. 14 Bewerbungen sind rechtzeitig im Briefkasten der Kreisverwaltung gelandet. „In den letzten zwei bis drei Tagen und auf den letzten Drücker kam noch mal ein Schwung“, verrät Harmuth: „Ich werte das als starkes Signal für den Kreis Stormarn.“

Harmuth hat alle Bewerbungen schon mal durchgesehen. „Es ist eine große Bandbreite qualitativ hochwertiger Bewerbungen aus ganz Deutschland“, lautet sein erstes Fazit. Zehn Bewerber sind männlich, vier weiblich. Die Altersspanne reicht von 27 bis 60 Jahre. „Es sind Führungskräfte aus der freien Wirtschaft dabei, Selbstständige und Verwaltungsleiter“, lässt sich der Christdemokrat entlocken. Keine Spaßbewerbungen, „keine überraschenden Bewerbungen aus dem Großraum Norddeutschland“. Acht Bewerber hatten die Gelegenheit genutzt, sich im Vorwege beim Kreispräsidenten zu informieren.

„Aufgrund des Standings des Kreises war das zu erwarten – ein Top-Kreis, ein Top-Arbeitgeber, da ist jeder froh, wenn er den Chefposten bekommen kann“, ist der Kreispräsident überzeugt.

Er wird jetzt zusammen mit der Verwaltung die Bewerbungen aufarbeiten und übersichtlich zusammenfassen. Das Ergebnis wird den Fraktionsvorsitzenden inklusive Heidi Beutin in den kommenden Tagen vorgestellt. „Wie es dann weiter geht, müssen die unter sich ausmachen“, sagt Harmuth. Ob die Fraktionsvorsitzenden gleich entscheiden, welche Kandidaten sie näher kennenlernen möchten, das im Vorstand oder der kompletten Fraktion beraten, ist ihnen selber überlassen. Hans-Werner Harmuth: „Ich brauche nur eine Rückmeldung, wer zum Vorstellungsgespräch kommen soll.“ Das werde dann arrangiert.

Keine Fraktion hatte sich im Vorwege auf einen Kandidaten festlegen wollen, alle hatten Ergebnisoffenheit signalisiert. „Ich wünsche mir eine breite Zustimmung für den zukünftigen Landrat“, bringt Harmuth seine Hoffnung zum Ausdruck. Ideal wäre, wenn sich die Fraktionen im Vorwege auf einen Bewerber verständigen könnten. Der Kreispräsident vermutet, dass maximal vier Bewerber in die engere Wahl kommen.

Spätestens am 29. Januar ist Schluss mit der Geheimniskrämerei. Dann fällt in öffentlicher Sitzung aber selbstverständlich geheimer Abstimmung die Entscheidung – dann wird ein neuer Landrat oder eine Landrätin gewählt. Der genaue Ablauf dieser Wahl-Sondersitzung steht noch nicht fest. „Es kommt darauf an, was die Kreistagsabgeordneten wünschen: Sollen die Kandidaten sich noch mal vorstellen, gibt es eine Fragerunde oder reicht die persönliche Anwesenheit?“

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