13 Bands und ein Ball

Kamen im Vorjahr beim Publikum gut an: die   Musiker von  „Jonkanoo“ aus Bargteheide.  Fotos: nie
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Kamen im Vorjahr beim Publikum gut an: die Musiker von „Jonkanoo“ aus Bargteheide. Fotos: nie

Festival in Bargfeld-Stegen erstmals mit Public Viewing zur WM

shz.de von
05. Juni 2014, 15:34 Uhr

Was als kleines, fast noch internes Dorffest begann, ist mittlerweile zu einem echten Ereignis für Musikfans in der Region geworden: Das Bandfestival Bargfeld-Stegen hat sich als familiäres Event etabliert. Zum 7. Mal hat das Team nun ein zweitägiges Konzertprogramm auf die Beine gestellt.

2008 kam die Idee eher nebenbei auf. Als ein Vereinsbestehen gefeiert werden sollte, stand eine Bühne auf dem zentralen Dorfplatz quasi einen Abend noch „leer“. Warum also nicht Livebands aus der Umgebung die Möglichkeit geben, sich dort zu präsentieren. Gesagt, getan – der Abend wurde ein voller Erfolg, auch wenn damals noch nicht direkt an eine Fortsetzung gedacht wurde, war im Prinzip das Bandfestival geboren. Denn die spontanen Organisatoren 2008, hatten einige Monate später Lust, den Konzertabend zu wiederholen. Und seitdem lebt die Tradition des Bandfestivals in der Stormarner Gemeinde.

Ein Großteil der engagierten Dorfbewohner packt mit an und der Eintritt ist frei. So ist es gelungen, bei der Konzertveranstaltung die familiäre Atmosphäre zu erhalten. Neben den musikalischen Beiträgen ist es auch ein Treffen für die Dorfgemeinschaft geblieben. In Sachen Bandauswahl setzt man daher auch stets auf poppige, eingängige und eben familientaugliche Klänge. Experimentelle Auswüchse und harte Metal-Combos sucht man vergebens und sie wären auch Fehl am Platz. 13 Bands, die sich wieder aus einer Mischung lokaler und überregionaler Gruppen zusammensetzen, haben es in diesem Jahr durch die Bewerbungsphase geschafft. Darunter sind frische Talente wie „Trying Empire“, „Lärmbelästigung“ und „Vantage“ aus Stormarn oder auch schon erfolgreichere Nachwuchsbands wie die Oldesloer „Kleinstadtpioniere“.

Mit „Schreiber“ aus Bad Segeberg, „Jonkanoo“ aus Bargteheide und „Missing Break“ aus der Nähe von Stuttgart setzt man auf bewährte Kräfte, die in den Vorjahren gut beim Publikum ankamen. Hinzu kommen aufstrebende Bands aus ganz Deutschland wie „Venterra“ aus Berlin und „This autumns Skyline“ aus Hildesheim. Gute Erfahrungen haben die Organisatoren auch mit den kleinen „Fill-Acts“ zwischen den größeren Auftritten gemacht. Hier bekommen Musiker aus der Region die Möglichkeit, sich schnell in den Umbaupausen zu präsentieren. Eine charmante Idee, die funktioniet. „Die Besucher bekommen so noch mehr musikalische Vielfalt geboten und die Pausen ohne Live-Musik sind kürzer“, erklärt Helge Schacht vom Organisations-Team.

Neu ist in diesem Jahr ein Public Viewing zur Fußball-WM. Da am Sonnabend, 21. Juni, Deutschland gegen Ghana spielt, habe man sich dafür entschieden, per Leinwand das Spiel zu zeigen und in dieser Zeit die Gitarren und Schlagzeuge ruhen zu lassen. „Für uns stand schnell fest, dass das die Lösung ist. Wir wollten nicht zum Fußball in Konkurrenz treten. Aber davor und danach machen wir hier Livemusik“, so Andreas Behnke aus der Orga.



Das Festival läuft von Freitag, 20. Juni, 18 Uhr, bis Sonnabend spät in die Nacht. Start am 2. Tag: 13 Uhr.






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