Doppelte Freude in Grönwohld : 125 Jahre und ein neues Haus

Die Feuerwache in Grönwohld mit den drei Einsatzfahrzeugen LF 8/6, MTF und HLF 20/16.
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Die Feuerwache in Grönwohld mit den drei Einsatzfahrzeugen LF 8/6, MTF und HLF 20/16.

Die Freiwillige Feuerwehr Grönwohld feiert Jubiläum und nimmt den Anbau an das Gerätehaus in Besitz.

shz.de von
17. Mai 2015, 12:22 Uhr

Mit einer Feierstunde hat die Freiwillige Feuerwehr Grönwohld am Wochenende ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Zugleich wurde der Anbau an das Gerätehaus und der damit verbundene Umbau auf dem Gelände der Feuerwache in der Ortsmitte und dem alten Schulgebäude offiziell eingeweiht.

Bürgermeister Ralf Breisacher (CDU) und Gemeindewehrführer Frank Rau eröffneten gemeinsam die Feierstunde, zu der neben Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Kreiswehrführer Gerd Riemann, Amtsvorsteher Ulrich Borngräber, den Wehrführungen der Amtsgemeinden sowie der Nachbargemeinden aus dem Herzogtum Lauenburg, Linau und Schönberg, besonders die Partner der eigenen Feuerwehrangehörigen der Einladung gefolgt waren.

Im ersten Teil der Feierstunde ließen die Bürgermeister und Wehrführer noch einmal den Werdegang des Um- und Neubaus der Feuerwache von der Begehung mit den Experten der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse Nord (HFUK) im Sommer 2013 Revue passieren.

Danach hatte der Gemeinderat beschlossen, dass die Feuerwache an ihrem angestammten Platz inmitten der Gemeinde bleiben sollte. In einem Arbeitskreis wurde festgelegt, dass sich das ganze Ensemble optisch an das Zentrum anpassen sollte.

Im Jahr 2014 war Baubeginn. „Die Kameraden der Wehr haben sich in erheblichem Maße an den Arbeiten beteiligt“, freute sich Bürgermeister Breisacher. Nicht zuletzt dadurch seien die Kosten für das Projekt am Ende in einem erträglichen Rahmen geblieben. Zudem habe die Feuerwehr das neue Gerätehaus schon teilweise Ende 2014 beziehen und nutzen können.

„Die Feuerwehr hat nun ein den Sicherheitsbestimmungen entsprechendes Gerätehaus bekommen. Das ist auch ein Grund dafür, dass mit einer neuen Alarm- und Ausrückeordnung sowie mit schnelleren Ausrückezeiten eine schnellere und effektivere Hilfe mit deutlich kürzeren Hilfsfristen geleistet werden kann“, so Grönwohlds Bürgermeister Ralf Breisacher.

Nach der symbolischen Schlüsselübergabe in den neuen heiligen Hallen der Wehr schloss sich nahtlos die Ehrung zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Grönwohld an. Es gibt zwar keine Gründungsprotokolle mehr und die ersten schriftlichen Unterlagen von der Feuerwehr stammen aus der jüngeren Vergangenheit. Aber es gibt Überlieferungen aus der damaligen Gemeindevertretung, das Gelder (165 Mark) zur Anschaffung von Ausrüstung zur Verfügung gestellt wurden. Die erste Handdruckspritze war eine TS 4, die Auf einem Anhänger stand und vom Opel Super 6 des Bäckermeisters Börselmann gezogen wurde.

Später holten die Feuerwehrmänner ein LF 24 aus dem Glinder Depot der britischen Armee. Das allerdings wurde ihnen von der Militärpolizei bei Hoisdorf wieder abgenommen. Ein Jeep der Amerikaner, ein Ford Transit und ein Mercedes waren die weiteren Fahrzeuge der Grönwohlder Feuerwehr. Im Jahr 1992 wurde ein Löschgruppenfahrzeug mit 600 Liter Wassertank in Dienst gestellt. Im Jahr 2000 kam ein Mannschaftstransportfahrzeug hinzu und vor wenigen Jahren ein gebrauchtes Hilfeleistungslöschfahrzeug vom Typ 20/16 von der Berliner Feuerwehr. Diese drei Einsatzfahrzeuge stehen heute in den Hallen der Grönwohlder Wehr.

Mit Stolz blicken die Grönwohlder zu Recht auf ihre Jugendfeuerwehr, die im Jahr 2005 gegründet wurde und noch in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubliläum feiern wird.

Kreispräsident Hans-Werner Harmuth überreichte die Ehrengabe des Landes Schleswig-Holstein, die silberne Glocke mitsamt einer von Ministerpräsident Torsten Albig unterzeichneten Urkunde. Kreiswehrführer Gerd Riemann hatte eine Urkunde des Kreisverbandes dabei, der Vizeamtswehrführer Ralf Mertinkat schenkte von den Feuerwehren des Amtes einen Flaschenkühler samt Inhalt. Von der örtlichen CDU gab es zum Jubiläum einen Schuhputzkasten für die Einsatzkräfte und der SPD-Ortsverein schenkte der Damenabteilung einen Spiegel für ihren Umkleideraum.

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