Jubiläum : 125 Jahre Feuerwehr Hamberge

Gemeindewehrführer Dirk Bornmann (l.) und Stefan Gahrmann wollen die Banner in Hamberge aufhängen. Denn das ganze jahr über wird das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr gefeiert.
Gemeindewehrführer Dirk Bornmann (l.) und Stefan Gahrmann wollen die Banner in Hamberge aufhängen. Denn das ganze jahr über wird das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr gefeiert.

Die Feuerwehr feiert das ganze Jahr über mit Jubiläumsball, Tag der offenen Tür, Laternenumzug und den Hamberger Highland Games.

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13. März 2014, 00:31 Uhr

Vier Wehren im Amt Nordstormarn feiern ihr 125-jähriges Bestehen. Die Freiwillige Feuerwehr Hamberge gehört dazu und hat das ganze Jahr über ein buntes und vielfältiges Festprogramm geplant. Zwei auffällige Banner werden an den Ortseingängen aufgehängt und machen auf die neuesten Festveranstaltungen aufmerksam. „Wir wollen gemeinsam mit allen Bürgern, Amtsvertretern und Vereinen feiern“, freut sich Gemeindewehrführer Dirk Bornmann auf die Festtage.

Heute präsentieren sich Wehr und Jugendwehr gut aufgestellt und bestens ausgerüstet. Das war bei ihrer Gründung zu Ostern 1889 noch nicht so. „Es gab zu dieser Zeit allgemein keine Ortswehren, man behalf sich mit Wassereimern“, erklärt Bornmann. 16 Einwohner wollten die Situation in Hamberge verbessern und stellten eine jederzeit alarmierbare Mannschaft zusammen. Vereinslokal wurde der Gasthof zur Post in Hansfelde. Die Steigerabteilung rückte damals noch mit Feuerpatsche, Holzleitern und Ledereimer aus, wogegen die Spritzenabteilung mittels Handpumpen und Menschenketten einen Brand löschten. Alarmiert wurden die Feuerwehrleute durch einen Hornisten, der auf dem Fahrrad mit einem Feuerhorn unterwegs war. Danach ging es mit der hölzernen Handdruckspritze auf Pferdewagen auf Schotterstraßen und Feldwegen zur Brandstelle.

Zum 100. Geburtstag von Kaiser Wilhelm I pflanzte die Wehr 1897 eine GedächtnisEiche. Diverse Großfeuer musste die Wehr bis heute löschen: 1919 brannte der Bauernhof Ravens lichterloh, 1925 die Scheuen des Bauernhofes Paul Beeck, in den 30er Jahren der Gasthof Schwarz, in den 50er Jahren der Glockenturm der Hamberger Kirche, 2003 der Hof Weber, vor zwei Jahren die Scheune auf dem Erdbeerhof Fennert. Viele Feuerwehrkameraden kamen in den beiden Weltkriegen ums Leben, mühsam musste sich die Wehr wieder fast komplett neu aufstellen und sich um eine neue Ausrüstung bemühen. 1967 ersetzte ein Tragspritzenfahrzeug die Behelfsmotorisierung mit Ackerschlepper und Gummiwagen. Eine eigene Fahne erhielt die Wehr 1975. Sie zeigt die Gedächtnis-Eiche, die Kirche und die Trave. Ein Jahr später wurde die Jugendfeuerwehr als zweite im Amt Nordstormarn gegründet. Ein Jahr darauf gab es das erste Löschfahrzeug. 2007 konnte ein neues Gerätehaus eingeweiht werden.

„Wir sind stolz, so gut ausgerüstet zu sein und mit unserer Mannschaft das Goldene Feuerwehrbeil erreicht zu haben“, betont der Gemeindewehrführer. Die Hilfeleistungszeit von zwölf Minuten halten die Kameraden dank guter Organisation immer ein, zu 15 Einsätze werden sie im Schnitt jährlich gerufen - hauptsächlich technische Hilfeleistungen und kleinere Brände

Zum Fuhrpark gehören ein MZF, ein LF 8 und ein HLF 20/16. Über 30 Kameraden sind jederzeit einsatzbereit. Neben dem Brandschutz, so Bornmann, trage die Wehr viel für das Gemeinwohl bei.

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