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Stormarner Tageblatt

22. November 2017 | 06:28 Uhr

Stormarn : 1. Mai: Demo, Musik und Tanz

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Langes Wochenende mit dem „Tag der Arbeit“ bringt Menschen auf den Straße – zu ganz unterschiedlichen Veranstaltungen

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 06:00 Uhr

Erleichtert gönnte sich Sebastian Hagen kurz vor Mitternacht eine Pizza auf dem Oldesloer Marktplatz. Der Organisator des ersten großen „Tanz in den Mai“ im Herzen der Kreisstadt schaute zufrieden auf die Tanzfläche. „Für ein erstes Mal ist das wirklich sehr gut gelaufen“, freute er sich. Über 1100 Besucher kamen, um zu Schlager- und Partyhits zu feiern. Außer ein paar Jugendlichen die beim Alkohol über die Stränge schlugen, gab es keine besonderen Zwischenfälle. „Auch das finden wir natürlich sehr positiv. Wir können uns vorstellen, das zu wiederholen“, so Hagen. Bürgermeister Jörg Lembke versteigerte am Sonntag einen kleinen Maibaum auf dem Marktplatz und schloss sich diesen Wünschen an. „Ich danke allen Beteiligten und hoffe, dass sich die Veranstaltung etabliert“, sagte er.

Längst etabliert ist „Music for free“ in Ahrensburg. Das Konzept mit Bands, die ohne Eintritt in Kneipen und Restaurants auftreten, wurde erneut enorm gut angenommen. Eigentlich sogar zu gut: In vielen Veranstaltungsorten war das Gedränge so groß, dass Frust aufkam. Nicht überall war das Personal richtig auf das Konzept mit Laufpublikum vorbereitet , was in der Enge hier und da zu Diskussionen führte. Hier ist die Frage, ob die sehr gute Publikumsresonanz langsam zum Problem für die Veranstalter vom Stadtforum Ahrensburg wird. Trotz großem Andrangs vollkommen entspannt lief allerdings wieder der Abschluss mit DJ Martin Höfling im „Casa Rossa“ ab, der sich zum Höhepunkt des Events gemausert hat. Der bekannte DJ aus der Schlossstadt konnte seine Fans überzeugen und neue hinzugewinnen.

Erfreut über großen Zulauf waren die Gewerkschaften bei der Demonstration zum 1. Mai in Bargteheide. Deutlich mehr Teilnehmer als im Vorjahr erschienen, um gemeinsam durch die Kleinstadt zu ziehen. Vermisst wurde von einigen Teilnehmern allerdings die fast schon traditionelle Begleitung durch die Marching Band „Stormarn Magic“.

Im Rahmen der Kundgebung sprach die DGB-Regiongsgeschäftsführerin Juliane Hoffmann unter anderem über die Folgen von Gier. Sie warb für Solidarität und Weltoffenheit sowie Abgrenzung von rechtspopulistische Strömungen. Astrid Henke, Vorsitzende der GEW in Schleswig-Holstein, betonte die wichtige Bedeutung von Bildung. Auch sie sprach sich gegen „Hetze gegen Zuwanderung und Populismus“ aus. „Unsere Solidarität gehört Kolleginnen und Kollegen egal welcher Herkunft.“

 

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