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Bad Oldesloe : 1,6 Millionen für altes Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Beim Bau des Kultur- und Bildungszentrums fallen Mehrkosten an: Gut 900 000 Euro sollen für die Sanierung des historischen Rathauses am Kopf des Marktplatzes ausgegeben werden.

Das wird noch mal eine teure Tasse Tee: Nicht nur, dass der Umbau des Amtsgerichts zum Kultur- und Bildungszentrum (KuB) statt der ursprünglich geplanten vier Millionen Euro inzwischen wohl mindestens neun Millionen Euro kosten wird, hinzu kommen jetzt auch noch Kosten für die Sanierung des sich daran anschließenden historischen Rathauses: 1,635 Millionen Euro – und ein Großteil dieser Summe ist bislang nur geschätzt.

Bei einer Begehung des leerstehenden Gebäudes nach Plänen von C. F. Hansen im Mai hatten die Politiker noch gerätselt, was sie wohl machen werden, wenn die Sanierung 800 000 Euro kosten werde – aufteilen oder in einem Gang erledigen?

Jetzt also 1,6 Millionen. Ein Viertel dieser Summe steht in direkten Zusammenhang mit dem KuB-Bau. Diese 405 000 Euro sind im entsprechenden Förderantrag berücksichtigt und haushalterisch bereits geordnet. Das gilt ebenfalls für 275 000 Euro, für bauliche Instandhaltung, die bereits im Haushalt eingestellt sind. Offen ist noch eine knappe Million Euro. Das sind Kosten für die Dachsanierung, Fassadenanstrich, die Heizung, Brandschutz, diverse Nachrüstungen beispielsweise für die Sicherheitsbeleuchtung oder den Fahrstuhl. Seit Mitte der 80er Jahre ist in das Gebäude nichts mehr investiert worden. CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Möller trägt die Summe mit Fassung: „Es ist immer gesagt worden: Das Rathaus kommt noch dazu. Drei Viertel der Summe ist Instandhaltung.“ Grade diesen Aspekt honoriert auch Maria Herrmann, SPD-Fraktionsvorsitzende: „Man könnte fast sagen: Endlich mal ein Gebäude, bei dem wir unserer Pflicht zum Erhalt nachkommen.“

Eine Aufteilung der Maßnahme auf mehrere Bauabschnitte wurde aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Jetzt sei das Gebäude leer und das biete eine gute Gelegenheit für umfassende Umbauten. Außerdem würden die Planungskosten bei einer Aufteilung überproportional steigen.

Bei Enthaltung der FBO stimmten alle für die Bereitstellung der Mittel. „Mal sehen, was da noch kommt“, so Horst Möller weiter: „Bei einem Altbau weiß man nie und außerdem ist das nur eine Kostenschätzung.“

 

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 31.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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