Trainer-Schelte : 1:3-Derbypleite – TSV Trittau steckt im Abstiegskampf

Im Laufen, Stehen, Sitzen : Tangstedt kämpfe um jeden Ball. So wie hier Tim Henkies gegen Trittaus Daniel Lantz.
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Im Laufen, Stehen, Sitzen : Tangstedt kämpfe um jeden Ball. So wie hier Tim Henkies gegen Trittaus Daniel Lantz.

Trotz Überzahl verlieren die Südstormarner in der Fußball-Verbandsliga mit 1:3 (1:1) gegen den WSV Tangstedt. Trainer Matthias Räck findet nach der dürftigen Leistung klare Worte.

shz.de von
23. September 2013, 12:00 Uhr

Matthias Räck redete Tacheles nach dem 1:3 (1:1) seines TSV Trittau gegen den WSV Tangstedt in der Fußball-Verbandsliga. „Wir sind im Abstiegskampf angekommen“, sagte Räck: „Unsere Leistung hatte nicht einmal Kreisliga-Niveau.“ Im Abstiegskampf wähnt auch sein Gegenüber Berndt Begunk sein Team – trotz Sieges. „Wir haben endlich die Leidenschaft gezeigt, die man braucht, wenn man unten drin steht. Wir freuen uns über den Sieg, aber unser Team gehört ins untere Tabellendrittel, da wollen wir im Kampf gegen den Abstieg eine gute Rolle spielen.“

Die Regie im Duell der Tabellennachbarn übernahm in der Anfangsphase der WSV Tangstedt. Die Gastgeber agierten zögerlich, waren darauf aus, nach neun Gegentreffern in den vergangenen beiden Partien, die Defensive zu stärken. So fehlte es ihnen aber am Zug zum Tor. Die Wilstedter wirkten dadurch optisch dominant, waren aber nur das bessere von zwei schwachen Teams, die vorrangig planlos mit langen Bällen operierten. Das erste Ausrufezeichen setzte Tangstedts Besnik Delia, dessen Schuss die Oberkante der Latte rasierte (22.). Mehr boten beide Teams vorerst nicht – dafür sollte die Schlussphase des ersten Durchgangs die 60 Zuschauer entschädigen. Zunächst rettete Trittaus Keeper Karl-Oskar Plichta im Duell mit Asadullah Khan sensationell (37.), ehe im direkten Gegenzug Steffen Johann nicht minder stark den Rückstand gegen Matthies Detjens verhinderte. Dann ging es drunter und drüber. Erst erzielte Khan im Alleingang das 0:1 (44.), doch nach dem folgenden Anstoß quittierte Tangstedts Ghawan Rot, indem er übermotiviert gegen Daniel Lantz einstieg (45.). Nach dem fälligen Freistoß nutzte Max Johnsen die Unordnung im WSV-Strafraum, um den Ball zum Ausgleich ins Tor zu stochern (45.).

Und die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte: Mit einem Tor. Ausgerechnet der ansonsten souveräne Kapitän Kai Zimmermann traf mit seinem Rückpass ins eigene Tor – Khan hatte Plichta so sehr unter Druck gesetzt, dass dieser den Ball nicht mehr erreichen konnte (46.). Anschließend übernahmen die Gastgeber das Kommando. Johnsen aber verzog (60.) – es blieb die einzige zwingende Chance der Gastgeber, die trotz Überzahlspiels den Ball und die Tangstedter zu wenig laufen ließen. Stattdessen lief vor allem einer: Tangstedts Khan. Der nämlich nutzte einen Konter gegen aufgerückte Gastgeber noch zum 1:3 (70.).

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