Negativlauf : 0:2 – SV Eichede bleibt Schlusslicht

Eichedes Keeper Julian Barkmann kann nur dem Ball hinterherschauen, den St. Paulis Erdogan Pini  zur Führung ins Tor bugsiert.
Eichedes Keeper Julian Barkmann kann nur dem Ball hinterherschauen, den St. Paulis Erdogan Pini zur Führung ins Tor bugsiert.

Für den Fußball-Regionalligisten aus Stormarn rückt der Klassenerhalt nach einer neuerlichen Pleite beim FC St. Pauli II in immer weitere Ferne. „Nicht jeder Spieler ist in der Lage, körperlich das Niveau mitzugehen“, sagt SVE-Coach Oliver Zapel.

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31. März 2014, 07:00 Uhr

Es bleibt dabei – der SV Eichede kommt im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga nicht voran. Der Aufsteiger musste sich dem FC St. Pauli II mit 0:2 (0:1) geschlagen geben und bleibt Tabellenschlusslicht. Den letzten Sieg bejubelten die Stormarner am 6. Oktober – beim 3:1 gegen den FC St. Pauli II. Inzwischen sind die Stormarner seit 16 Partien sieglos, während die Hamburger vier der letzten fünf Partien gewannen. „Nicht jeder Spieler ist in der Lage, körperlich das Niveau mitzugehen. Insgesamt kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Oliver Zapel nach der neuerlichen Pleite. Der SVE-Coach musste auf sechs Verletzte sowie den beruflich verhinderten Simon Koops verzichten. So feierte der 30-jährige Ex-Kapitän Malte Buchholz sein Comeback – ausgerechnet an der Hoheluft, wo er im Dezember zuletzt beim 1:2 gegen Victoria Regionalliga-Luft geschnuppert hatte.

Damals hatte sich Oliver Zapel nach dem Spiel noch kämpferisch gegeben und zum verbalen Rundumschlag ausgeholt. Inzwischen ist bei dem 46-Jährigen Ernüchterung zu spüren: „Man sieht an St. Pauli, wie viel Selbstbewusstsein und Leichtigkeit so eine Erfolgsserie bringt. Bis wir da wieder sind, ist es noch ein langer, steiniger Weg.“

Im Gegensatz zu St. Pauli zeigte sich Eichede ängstlich und ohne Selbstbewusstsein, ließ zudem bei dem hohen Tempo jeglichen spielerischen Ansatz vermissen. Dabei war der Start vielversprechend, als sich Haris Huseni am linken Flügel durchsetzte, aber in der Mitte keinen Abnehmer für seinen Pass fand (6.). Eichede kontrollierte danach 15 Minuten lang das Spiel, wenn sich auch der Ballbesitz sehr in Grenzen hielt. Doch der Tabellenletzte stand tief, ließ kaum Räume im Mittelfeld und konnte sich darauf verlassen, dass Innenverteidiger Malik Issahaku die langen Bälle abfing. So versuchte es St. Pauli mit einem Fernschuss von Bentley Baxter Bahn (21.) und einem Freistoß von Erdogan Pini (26.), die das Ziel aber verfehlten. Als SVE-Keeper Julian Barkmann erstmals eingriff und dabei nach einem Missverständnis mit Jan-Ole Rienhoff Fabian Graudenz zu Boden riss (27.), rechneten einige schon mit einem Elfmeterpfiff, aber der blieb aus. In der 29. Minute wäre Eichede fast in Führung gegangen, als nach einem Eckball Fousseni Alassani eine glänzende Vorlage per Fallrückzieher lieferte und am zweiten Pfosten gleich drei Eicheder freistehend lauerten – aber Huseni köpfte aus vier Metern überweg. So wurde die Feldüberlegenheit der Hausherren immer größer. Kurz vor der Pause setzte sich Profi-Leihgabe Okan Kurt gleich dreimal in der Luft durch, bugsierte den Ball herrlich auf den linken Flügel, wo Graudenz völlig allein stand, den Ball flach in die Mitte legte, wo Pini aus acht Metern einschob.

In der Halbzeit stellte Zapel um, setzte nun auf zwei Spitzen und ließ Alassani über die rechte Seite kommen. Die Maßnahme führte dazu, dass die Partie offener wurde: Zunächst hatte der eingewechselte Okyere Wriedt das 2:0 auf dem Fuß, verzog aber (58.), dann setzte Alassani nach und sorgte für eine Chance, die Abou Khalil aber mit einem harmlosen Schuss aus 18 Metern vergab (62.). Huseni setzte sich noch gut gegen Uphoff durch und traf das Außennetz (73.). Für den Knockout sorgte zehn Minuten später Wriedt, der nach Jakubiak-Pass mit links ins lange Eck traf.


FC St. Pauli II: Tunca – Startsev, Uphoff, Rogowski, Schlüter – Kurt, Jakubiak – Zazai (46. Wriedt), B.B. Bahn (74. Apel), Graudenz (78. Drinkuth) – Pini.

SV Eichede: Barkmann – Fischer, Jan-Ole Rienhoff, Issahaku, Heidenreich – Buchholz (77. Lechler) – Kossowski (46. Abou Khalil), Bento, Maltzahn (72. Baloki), Alassani – Huseni.

SR: Helwig (Lüneburg). Z: 380.

Tore: 1:0 Pini (41.), 2:0 Wriedt (83.).

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