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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 18:36 Uhr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

von
erstellt am 14.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Hohes Gut



Zur Debatte um den Friedenspreis für Aachener Schulen, die Jugendoffizieren der Bundeswehr den Zutritt verwehrten

Ich verstehe ein Lehrerkollegium, das mehrheitlich und vermutlich mit den Stimmen der Eltern- sowie Schülervertretung einen Ausschluss der Bundeswehr-Werbeveranstaltungen im Unterricht demokratisch und mehrheitlich beschließt. Frieden ist ein hohes Gut, das oft besser und nachhaltiger auch ohne kriegerisch-zerstörende Mittel erreicht und erhalten werden kann. Dieser Friedenspreis sollte als Ansporn zur Nachahmung in diesem Sinne verstanden werden.


Unnötige Schuldfrage



Zur Berichterstattung über den Unfall auf der Störbrücke der A 23

Ganz gewiss sind die Folgen dieses schrecklichen Unfalls unendlich tragisch. Keine Familie und kein Ersthelfer sollte durchleben müssen, was hier passiert ist. Die Spekulation über die Fehldiagnose zum Zustand der zunächst für tot erklärten und mittlerweile nun tatsächlich verstorbenen Großmutter nimmt Formen an, die nicht akzeptabel sind. Wer weiß, vielleicht hat aufgrund der Todesfeststellung ein Kind mehr überlebt.

Wer trägt Schuld an dem Unfall überhaupt, der so viel Leid über die Familie gebracht hat und die Ersthelfer nun an den Pranger stellt und sie traumatisiert zurücklässt?

Die leider verstorbene 72-jährige Frau ist eine von zwei erwachsenen Fahrzeuginsassen, die es nicht hätte zulassen dürfen, dass sieben Personen, die unmöglich alle angeschnallt gewesen sein konnten, in einem Fahrzeug mit fünf Plätzen unterwegs ist. Den sehr jungen Fahrer, der auch ums Überleben kämpft und dem ich wünsche, dass er wieder gesund wird, habe ich hier bewusst nicht einbezogen.

Meidet diese Satdt



Zu: Bauprojekt „Kailine“, das in Lübeck gekippt wurde

Als es um die Fehlentwürfe auf der Wallhalbinsel ging standen viele Gruppen auf und protestierten - nicht gegen die Bebauung ,sondern gegen das Wie! Wo sind diese Gruppen beim Hansemuseum? Lübeck als Ausgangspunkt der Hanse hat die tolle Backsteingotik in die nördliche Welt gebracht. Das Museum dagegen bekommt Fassaden im Betonlook – zum Schein mit Ziegeloptik. Bei dem Hintergrund des Gebäudes sollte die Fläche von Baumeistern gestaltet werden und nicht von ahnungslosen Studenten der Architektur. Aber Lübeck arbeitet ja daran: Leute, meidet diese Stadt.


Verbannung aus Schulen



Zum Leserbrief „Zu Recht“ (Ausgabe vom 5. September)

Wie kommt ein pensionierter Stabsoffizier der Marine auf eine solche irrsinnige Aussage...? Herr Fregattenkapitän i.R. Ott hat in seiner Laufbahn vermutlich an keinem Auslandseinsatz teilgenommen. Denn dann wüsste er wohl, dass z. B. gerade die Einsätze gegen die Piraterie der Seestreitkräfte am Horn von Afrika von großer Wichtigkeit für einen freien Seeverkehr und Handel sind. Auch hier verteidigen wir unsere import- und exportabhängige Republik und Europa zum Wohle und zur Versorgung seiner Bürger.

Des Weiteren kommt man ins Grübeln, wenn eine staatliche Einrichtung (Schule) einer anderen staatlichen Einrichtung (Bundeswehr) den Zutritt verweigert. Sollen unsere Schüler nur noch von einigen ideologisierten und bundeswehrfeindlich gesinnten Lehrern über die sicherheitspolitischen Zusammenhänge informiert werden? Oder hat unsere Jugend nicht auch einen Anspruch darauf von anderer Seite, den Jugendoffizieren, aus erster Hand unterrichtet zu werden?

Wenn dieses unsägliche Verhalten dann auch noch mit einem (Aachener) Friedenspreis gewürdigt wird, fasst man sich als Staatsbürger in und ohne Uniform an den Kopf.

Herr Ott sollte sich überlegen, seine nicht ganz so unüppige „Söldner-Pension“ zurück zu geben.

Läppische 3,7 Millionen



Zu: „Die ‚Armut‘ des reichen Augenarztes“ (Ausgabe vom 10. September)

Das sind ja fast schon Zustände wie in Russland! Da wird ein Herr Wulff aus Hannover moralisch und finanziell für ein paar Euros fertig gemacht und in die Wüste geschickt. Und in Kiel verschenkt mann/frau mal eben läppische 3,7 Millionen an einen armen Mann. Geld für eine neue Kita ist aber nicht vorhanden?

Da kommt eine Sozialdemokratin ihrer sozialen Verantwortung nach und erlässt einem Unternehmer eine Steuerschuld von 3,7 Millionen, um Arbeitsplätze zu retten, und ein Aufschrei geht durch das ganze Land. In einem anderen Bundesland mit einer Partei, die auch ein „s“ in ihrem Namen hat, wird noch einmal nachgerechnet, um einem verdienten Manager eine vermeintlich lange Haftstrafe zu ersparen, und auch da erhitzen sich die Gemüter. Sind wir nun ein sozialer Rechtsstaat oder nicht?

Ich bin fast vom Stuhl gefallen beim Lesen dieses Artikels über den Augenarzt Dr. Uthoff und seine Machenschaften. Wie kann die Oberbürgermeisterin von Kiel diesem Mann noch Vorschub leisten? Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man Laufen.


Unglaublicher Vorgang



Zu: „Die ‚Armut‘ des reichen Augenarztes“ (Ausgabe vom 10. September)

Es ist unfassbar, dass die Kieler SPD-Oberbürgermeisterin Gaschke einem Steuerpflichtigen nach einem rechtskräftigen Steuerbescheid 3,7 Millionen Euro Steuerzinsschulden erlässt, obwohl es in der Landeshauptstadt an allen Ecken und Enden an Geld fehlt, um Schulen, Kitas und marode Straßen zu sanieren. Ich vermisse den Aufschrei der Kieler SPD-Rathausfraktion und die lautstarke öffentliche Empörung des SPD-Landesvorsitzenden Herrn Dr. Stegner. Ach ja, – ist die SPD nicht die Partei, die sich die „Soziale Gerechtigkeit“ als wichtigstes Wahlkampfthema auf ihre Fahne geschrieben hat?

Als Kleinunternehmer mit vier Mitarbeitern kämpfe ich trotz voller Auftragsbücher ständig um meine Existenz. Ich werde mit Abgaben belastet, die für mich keinerlei Nutzen bringen. Bin ich mit meinen Steuerzahlungen in Rückstand, werden sofort hohe Verzugszinsen erhoben und Drohungen ausgesprochen. Ich habe sehr gute und motivierte Mitarbeiter, denen ich kaum ein angemessenes Gehalt bezahlen kann, weil die Abgabenlast an den Staat sehr hoch ist. Lese ich den Artikel „Die Armut des reichen Arztes“ frage ich mich, warum ich mich jeden Tag 15 Stunden um meinen Betrieb kümmere. Die ganze Angelegenheit stinkt zum Himmel.

Der Erlass der Zinsschulden gegenüber Dr. Uthoff ist ein unglaublicher Vorgang! Dass der vorherige OB und jetzige Ministerpräsident Albig daran erhebliche Mitschuld trägt, ist offensichtlich. Man kann nur hoffen, dass die Kommunalaufsicht ordentlich und schnell arbeitet. Letzten Endes schädigt das Verhalten beider Politiker nicht nur die Gemeindekasse, sondern auch die Glaubwürdigkeit aller Politiker. Wenn ich Steuerschulden hätte, würde nach der 2. oder 3. Mahnung der Gerichtsvollzieher vor der Tür stehen.

Guter Zweck



Zum Leserbrief „Brot-Berg“ von Klaus Kasparek vom 6. September

Herr Kasparek fragt nach dem Verbleib des 300 kg schweren „Brot-Berges“, der aus dem Roggenschrot des Knick-Saumstreifens gebacken wurde, der in Zukunft nicht mehr genutzt werden darf. Dazu informieren wir gern, dass die Teilnehmer unseres Landeshauptausschusses jeweils ein Brot mitnehmen durften und die verbliebenen ca. 180 Brotlaibe an die Rendsburger Tafel abgegeben wurden.

Von der Breitenburger Milchzentrale wurde für diesen anschaulichen Termin die Käse- und Buttermenge zur Verfügung gestellt, die entstanden wäre, wenn der Saumstreifen Grünland gewesen wäre. Das waren 20 kg Käse und 2 kg Butter, die ebenfalls der Rendsburger Tafel zugute kamen.
Klaus Dahmke,
Pressesprecher des

Kosten-Vergleich zum NOK



Zu: „Albig will mehr Geld“, 7. September

Es wird berichtet, der geplante Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) koste 1,4 Mrd Euro. Zuvor war berichtet worden, inzwischen transportierten große Schiffe die Ware aus Asien direkt über Skagen in den Ostseeraum. Es wäre interessant zu erfahren, welche Kostenersparnisse für den Wirtschaftsverkehr durch die Nutzung des NOK in Relation zur Skagen -Route entstehen und welche Kosten der NOK für die öffentlichen Haushalte durch Ausbau und Betrieb und alle Querungen verursacht.
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