Kinder helfen Kindern : Sternensinger streifen durch Quickborn

Die Quickborner Sternsinger machen sich gestern Mittag bereit für ihre Tour durch die Region.
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Die Quickborner Sternsinger machen sich Sonntagmittag bereit für ihre Tour durch die Region.

In Quickborn und den umliegenden Gemeinden zogen am Sonntag 43Sternsinger von Tür zu Tür.

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08. Januar 2018, 13:00 Uhr

Quickborn | Zu ihrem persönlichen Jubiläum besuchten die Schwestern Rosalie (14) und Amélie (16) mit ihrer Freundin Isabel (14) als erste Station ihrer Sternsinger-Route das Rathaus in Quickborn, wo sie vom stellvertretenden Bürgermeister Klaus Hensel (CDU) begrüßt wurden. Die jungen Mädchen ziehen bereits seit zehn Jahren immer Anfang Januar in ihren farbenfrohen, orientalischen Gewändern durch die Eulenstadt. Als Sternsingerinnen klingeln sie an den Häusern, um sie mit allen dort ein- und ausgehenden Menschen zu segnen. 

Sie singen: „Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr, Caspar, Melchior und Balthasar.“ Mit geweihter Kreide schreiben sie den Segensspruch „20*C+M+B+18“, der für „Christus Mansionem Benedicat“ ((„Christus segne dieses Haus“) steht, an die Hauswände. Sie wollen Freude verbreiten. Es sei ein ganz besonderes Erlebnis, berichtete Amélie. „Man kann einmal in die Häuser hineinschauen zu den Menschen“, sagte die Schülerin. Im vergangenen Jahr besuchten die drei Sternsingerinnen vor allem ältere Menschen. „Viele haben geweint, als wir gesungen haben“, erzählte Rosalie. Und ihre Freundin Isabel fügte hinzu: „Das hat uns sehr berührt.“ Für die drei Mädchen sei genau das der Grund, warum sie gerne mitziehen. Außerdem gebe es da noch einen kleinen internen Wettstreit unter allen teilnehmenden Sternsinger-Gruppen. „Wer wohl am Ende des Tages am meisten in seiner Schatztruhe gesammelt hat?“ Rosalie, Amélie und Isabel konnten im Rathaus mit dem großzügigen Scheck, den sie von Hensel im Namen der Stadt Quickborn erhielten, einen guten Start machen.

14 Gruppen mit drei bis vier Personen

Insgesamt zogen am Sonntag 14 Gruppen mit jeweils drei bis vier Sternsingern und ihren Begleitpersonen durch die Eulenstadt, Ellerau, Bilsen, Hemdingen, Renzel, Barmstedt, Hasloh und Bönningstedt. Jede Gruppe habe 25 Stationen auf ihrer Route, erklärte Organisatorin Dorothe Driessen von der katholischen St. Marien Kirche. In dem Gotteshaus fand vor Beginn eine Aussendungsfeier statt. Pfarrer Georg Bergner erzählte den 43 Sternsingern die Geschichte der Heiligen drei Könige, der Taufe Jesus und des Sterns von Bethlehem, bevor er sie segnete und hinaus auf ihren Weg schickte.

Das Motto der Sternsinger in diesem Jahr lautete: „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“. „Zur Vorbereitung haben wir am Tag zuvor mit den teilnehmenden Kindern einen Info-Film von KIKA-Reporter Willi Weitzel geschaut“, berichtete Driessen. Im vergangenen Jahr sammelten die Quickborner Sternsinger mehr als 7000 Euro. Weltweit kam seit Beginn der Aktion „Kinder helfen Kindern“ des Kindermissionswerkes der Katholischen Kirche im Jahre 1959 bereits eine Milliarde Euro zusammen.

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