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Lokales

24. August 2017 | 09:30 Uhr

Sprachkenntnisse sind das A und O

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mitglieder des Vereins Brücken der Kulturen helfen, das Verständnis untereinander zu verbessern

Der Verein Brücken der Kulturen engagiert sich seit Oktober 2012 im Kreis Pinneberg, um Menschen mit Migrationshintergrund und Deutsche einander näher zu bringen. In dieser Woche trafen sich die Vereinsmitglieder Sezen Atci und Arzu Degirmencioglu sowie der Vereinsvorsitzenden Baris Karabacak mit dem Elmshorner Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann (SPD), um gemeinsam darüber zu sprechen, was unternommen werden könne, um das Miteinander der unterschiedlichen Kulturen in Deutschland zu verbessern.

„Am allerwichtigsten ist es für Migranten, dass sie die deutsche Sprache lernen können“, sagte Karabacak. Denn nur dann könne man sich im Alltag zurechtfinden. Aus diesem Grund vergebe sein Verein derzeit sechs Sprachstipendien. „Wir würden gern mehr vergeben, aber dafür bräuchten wir Spenden“, sagte Karabacak. Aber auch sonst biete der Verein eine gute Möglichkeit, Deutsch zu lernen, denn bei allen Veranstaltungen werde deutsch gesprochen. „Wir sind schließlich ein Verein für alle Nationen“, sagte Karabacak.

Einen Sprachkursus zu besuchen, sei nicht für jeden möglich. „Ich habe mich mit Pflegekräften aus Spanien unterhalten, die jetzt im Kreis Pinneberg arbeiten und gern Deutsch lernen würden. Doch wegen ihres Schichtdienstes ist es für sie schwer“, berichtete Atci. Es müsse Angebote geben, die auch Menschen ohne regelmäßigen Tagesablauf die Teilnahme an einem Sprachkursus ermöglichen.

Manchmal sei es jedoch nicht die Sprache, die ein Miteinander erschwere, sondern es käme wegen kultureller Unterschiede zu Missverständnissen. „Es wäre gut, wenn in den Verwaltungen mehr Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten würden“, sagte Degrimencioglu. Sie sei überzeugt, dass dies die Arbeit der Behörden erleichtere. Diese Idee kam bei Rossmann gut an. „Ich bin sicher, dass so noch mehr Brücken der Kulturen geschlagen werden können“, sagte er.

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erstellt am 03.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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