Schwahlmarkt : Zwischen Frohsinn und Flüchtlingen

Sie stecken mitten in den Vorbereitungen für den Schwahlmarkt: Die ehrenamtlichen Helfer der Domgemeinde um Anneliese Retzlaff (vorne 3. v.l.) mit den Domküstern Tim Schröder und Albrecht Buttmann (hinten 2. und 4. v.l.), den Jury-Mitgliedern Jan-Henrik Schmidt und Michael Marquardt (hinten l. und r.) sowie Dompastorin Christiana Lasch-Pittkowski (vorne r.).
Sie stecken mitten in den Vorbereitungen für den Schwahlmarkt: Die ehrenamtlichen Helfer der Domgemeinde um Anneliese Retzlaff (vorne 3. v.l.) mit den Domküstern Tim Schröder und Albrecht Buttmann (hinten 2. und 4. v.l.), den Jury-Mitgliedern Jan-Henrik Schmidt und Michael Marquardt (hinten l. und r.) sowie Dompastorin Christiana Lasch-Pittkowski (vorne r.).

Beim 33. Schwahlmarkt stehen neben dem traditionellem weihnachtlichen Treiben auch aktuelle politische Themen im Fokus. Am Sonnabend geht es los.

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04. Dezember 2014, 17:00 Uhr

Im Dom geht es zurzeit zu wie im Taubenschlag. Denn die Aufbauarbeiten für den inzwischen 33. Schwahlmarkt sind in vollem Gange. Am Sonnabend, dem Nikolaustag, geht’s los: Von da an präsentieren 22 Kunsthandwerker neun Tage lang (bis 14. Dezember) ihre Produkte. Und natürlich werden auch im Rahmenprogramm wieder zahlreiche Sonderveranstaltungen angeboten.

„Ich finde, dass wir wieder tolle Aussteller zusammenbekommen haben, und auch unser Kulturprogramm hat viele Highlights zu bieten“, sagt Dompastorin Christiana Lasch-Pittkowski. Neben mehreren Konzerten wird auch diesmal wieder (täglich um 16.30 Uhr) zum gemeinsamen Singen von Adventsliedern eingeladen. Dazu gibt es immer eine Lesung einer weihnachtlichen Geschichte, für die bekannte Schleswiger Persönlichkeiten gewonnen werden konnten, unter anderem Ute Drews vom Wikingermuseum und der neue Direktor der Fachklinik, Dr. Sebastian Rudolf.

Ebenfalls täglich (um 15 Uhr) heißt es in diesem Jahr: „Domkunst trifft Jetztzeit“. In dieser Reihe stehen Flüchtlingsgeschichten im Mittelpunkt. Anlass zu entsprechenden Vorträgen und Gesprächen bieten jeweils Kunstwerke aus dem Dom, auf denen das Thema Flucht eine Rolle spielt: vom Auszug der Israeliten aus Ägypten bis hin zur Geburt Jesu. „Dieses Thema ist brandaktuell. Deswegen passt es sehr gut in das gesamte Programm“, sagt Jan-Henrik Schmidt. Der Leiter der Schleswiger Werkstätten ist, als Mitglied der Domgemeinde, in diesem Jahr Teil der fünfköpfigen Schwahlmarkt-Jury. Diese hat – traditionell in geheimer Sitzung – die Auswahl der Aussteller getroffen. „Dabei legen wir sehr viel Wert auf Qualität. Das Schöne ist, dass wir in diesem Jahr ausschließlich Handwerker dabei haben, die aus der Region kommen oder zumindest einen engen Bezug zu ihr haben“, erklärt Jury-Kollege Michael Marquardt und fügt an: „Eine weitere Neuheit ist, dass wir erstmals auch einen Anbieter von vegetarischem Essen dabei haben.“

>Der Schwahlmarkt wird am Sonnabend um 12 Uhr von Bischof Gothart Magaard eröffnet. Die Öffnungszeiten sind sonnabends und sonntags von 12 bis 18 Uhr, Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Neben einer Kinderbetreuung gibt es auch eine Cafeteria. Im Dom präsentieren sich an Ständen zudem verschiedene Vereine (Domverein, „Verwaiste Eltern“, etc.).

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