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Herbstprogramm im Jugendzentrum : Zwischen Doppelkopf und Mini-Playback-Show

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Schleswiger Jugendzentrum lockt in seinem Herbstprogramm mit mehreren neuen Angeboten.

Sie sind kaum zwei Wochen da, schon „wurden sie gezwungen, freiwillig Kurse anzubieten“, schmunzelt die Leiterin des Jugendzentrums, Sandra Martensen. Die Rede ist von den drei angehenden Erziehern Anna Drews, Charlyn Johannes und Henning Tange, die Ende August ihr Praktikum im Jugendzentrum angetreten haben. Ein Halbjahr lang werden sie das Team unterstützen und „hier ihren Feinschliff kriegen“, wie Martensen augenzwinkernd ergänzt.

Und das Trio hat sich für sehr unterschiedliche Kursangebote entschieden, die jedoch einige Gemeinsamkeiten haben: Sie sind kostenlos, dauern jeweils von 15 bis 17 Uhr, und eine Anmeldung ist nicht nötig. Bei Anna Drews gilt jeden Dienstag – von den Ferien abgesehen – „Kreativ und Co.“. „Basteln, Handwerken – einfach kreativ sein“ ist ihr Motto. Mittwochs möchte Henning Tange mit den Kindern alte und neue Spiele wie Skat und Doppelkopf entdecken. „Skat habe ich nie verstanden“, lacht Sandra Martensen und ergänzt ernst: „Wir wollen die Kinder weg von den elektronischen hin zu den klassischen Spielen lenken.“ Denn Gesellschaftsspiele vermitteln wichtige soziale Kompetenzen wie das Einhalten von Regeln: „Wer angefangen hat, spielt auch zu Ende. Zudem kommen alle Handys weg.“

Charlyn Johannes hat gleich doppelt zu tun: Jeweils donnerstags bietet sie den „Mädchentreff“ an. „Ich schreibe meine Facharbeit über Mädchenarbeit und denke, es ist schön, wenn sich Mädchen zurückziehen und quatschen können“, erklärt sie. Gerade in diesem Bereich sieht auch Sandra Martensen Bedarf. „Die Zimtzicken gibt es ja nicht mehr.“ Darüber hinaus begleitet die aneghende Erzieherin Martensen und Farid Ahmadzai auf der fünftägigen Berlin-Tour, die am Sonnabend, 13. Oktober, beginnt. Die 20 Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren durften sich das Programm selbst zusammen stellen. „Wir besuchen das Jüdische Museum, aber auch das Currywurst-Museum“, sagt Martensen.

Daneben sieht das Programm weitere Neuerungen vor: So finden die zwei Museumsnächte am 10. Oktober und 21. November (jeweils Freitag) erstmals auf Schloss Gottorf statt. Die Teilnahme kostet fünf Euro, die bei Bedarf über Spenden oder Förderbeiträge finanziert werden. „Das geht sehr still und unkompliziert“, versichert Sandra Martensen. Im nächsten Jahr ist das Stadtmuseum dran. Mit der Dannerwerkschule hat auch „Jugendzentrum rockt“ am Sonnabend, 15. November, einen neuen Spielort gefunden. Auf diese Weise wird der Friedrichsberg stärker in das Programm eingebunden. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt folgt am Nikolaustag: Bei der Mini-Playback-Show heißt es „Sei ein Star und eifere deinem Lieblingsmusiker nach“.

Das neue Halbjahr wird morgen mit Beachsoccer auf dem Sandfeld im Jugendzentrum eingeläutet. Los geht es um 13 Uhr, die anschließende Party endet um 22 Uhr. Mehr Informationen zu Veranstaltungen im Internet unter www.jugendzentrum-schleswig.de.

 

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