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Schleswiger Nachrichten

24. Juni 2017 | 09:02 Uhr

Kropp : Zweiter Anlauf beim Rathaus-Neubau

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der erste Versuch der Gemeinde Kropp, ein neues Rathaus in Auftrag zu geben, scheiterte. Diesmal soll es klappen.

Neuer Entwurf für das Kropper Rathaus: Das Architekten-Contor Itzehoe soll den Neubau planen. Damit ist der Stillstand beendet, der letztes Jahr begonnen hatte, als die Gemeinde den Auftrag ohne die erforderliche Ausschreibung an den Büdelsdorfer Architekten Udo Redepennig vergeben hatte. Der Architektenwettbewerb wurde nun mit 16 Bewerbern nachgeholt und eine Bewertungskommission um Bürgermeister Stefan Ploog wählte das Itzehoer Büro aus. Offiziell erteilt ist der Auftrag noch nicht, aber in der jüngsten Sitzung befürworteten die Mitglieder des Hauptausschusses einstimmig den rund 4,6 Millionen Euro teuren Entwurf, den der Architekt Ronald Voigt vorgestellt hatte. Obwohl sein Architekturbüro erst vor vier Wochen die Arbeit aufgenommen hat, präsentierte er einen straffen Zeitplan: „Noch in diesem Monat stellen wir den Bauantrag.“ Vorher muss die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 27. Juni dem Entwurf zustimmen. Danach würden die Bauausführung geplant, im September die Gewerke ausgeschrieben und „im Oktober könnten die Verträge vergeben werden“, fuhr Voigt fort. Die Übergabe des neuen Rathauses ist für Ende 2018 vorgesehen.

Bei den Planungen hätten sie nicht bei Null anfangen müssen, sondern sich die Vorarbeit von Redepennig, darunter Grundriss und Raumbedarf, zunutze machen können, sagte der Architekt. Die Pläne hätten sie überarbeitet und etwa hinsichtlich des Brandschutzes konkretisiert. Dank dieser Vorgehensweise würden trotz des neuen Architekten keine zusätzlichen Kosten entstehen, erklärte Stefan Ploog auf Nachfrage.

Der Entwurf sieht einen gut 2000 Quadratmeter großen Neubau mit zwei Vollgeschossen sowie einem kleineren Staffelgeschoss mit Pultdach vor. Höhe und Fassadengestaltung orientieren sich am Altbau in der Bahnhofstraße. Im Erdgeschoss befinden sich das Bürgerbüro, der 107 Quadratmeter große Ratssaal – beide durch Glaswände vom Foyer abgetrennt – und das Standesamt. Im ersten Obergeschoss liegen unter anderem die teilbaren Fraktionsräume sowie die Büros von Bürgermeister, Bürger- und Amtsvorsteher – jeweils mit Blick über den Marktplatz. Im Staffelgeschoss ist das Bauamt untergebracht.
„Ich hatte gehofft, dass wir bei vier Millionen Euro Baukosten liegen würden“, sagte der Hauptausschussvorsitzende Jan Frahm (CDU). Auf dieser Schätzung beruhte der Entwurf aus dem Vorjahr. Aufgrund derzeit steigender Baukosten sei die Situation für Bauherren nicht so positiv, meinte Ronald Voigt, zudem „muss die billigste Firma nicht die wirtschaftlichste sein“. Wenn man qualitätsvoll und nachhaltig bauen wolle, „brauchen wir das Geld“, sagte er und betonte, dass das Gebäude einer wachsenden Verwaltung genügend Raum biete. Gemeinsam könne man aber noch „an Stellschrauben drehen“, stellte der Architekt in Aussicht.

Einstimmig empfahl der Hauptausschuss die nachträgliche Auftragsvergabe für den 45  922 Euro teuren Abriss des alten Rathauses an ein Unternehmen aus Alt Bennebek.

Außerdem wurde verkündet, dass die Dividende der Kropper SH Netz-Aktien 324  000 Euro beträgt und damit 180  000 Euro mehr als geschätzt. Die Gewerbesteuer liegt derzeit mit 1,73 Millionen Euro über den zuvor geschätzten 1,4 Millionen Euro.

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erstellt am 17.Jun.2017 | 17:42 Uhr

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