zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

21. Oktober 2017 | 22:01 Uhr

Zwei Kappelner greifen nach den Mode-Sternen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Stern geht auf am internationalen Modehimmel. Sein Name „Frisur“. Zwei junge Modedesigner lassen mit ihren Kreationen die Modewelt aufhorchen. Ihr Name, Thies Meyer, 26 Jahre, und Stephan Sunder-Plasmann, 27 Jahre, beide kommen aus der Schleistadt Kappeln. Heute sind sie in Berlin zuhause, lassen sich durch die Nähe zur Fachwelt, den Modefotografen, den Models und dem weltstädtischen Flair mit immer neuen Trends inspirieren.

Ihre Freundschaft reicht zurück bis zum gemeinsamen Besuch der Klaus- Harms-Schule in Kappeln. Schon sehr früh verband die beiden eine Vision und ein Faible für den Werkstoff Textil. Die Möglichkeiten der kreativen Gestaltung begeisterte die beiden Jugendlichen. „Je ausgefallener, desto besser“, erinnert sich Thies Meyer. Bereits während der Schulzeit waren sie sich einig, eines Tages mit einem eigenen Label die Modewelt zu beeindrucken. „Wir waren selbstbewusst und naiv“, beschreibt Stephan Sunder-Plasmann die ersten Gehversuche. Doch aufhalten ließen sie sich nicht. Während des Zivildienstes kamen sie in Kontakt mit anderen Modemachern, beschäftigten sich mit neuen Ideen und lernten sehr schnell, dass mit provinzieller Machart der Modemarkt nicht aufzumischen sei. Thies studierte anschließend in Berlin Modedesign und Stephan in Weimar visuelle Kommunikation. Nach zwei Jahren setzte Stephan sein Studium in Berlin fort.

Berlin, die pulsierende Stadt mit ihrem großen Kulturangebot, mit schrillen Figuren und verrückten Ideen faszinierte und inspirierte die beiden Kappelner. Hinzu kam die Chance Kontakte zu knüpfen, nicht nur interessante, sondern auch in der Modewelt wichtige Menschen kennenzulernen. Thies Meyer und Stephan Sunder-Plasmann entwarfen nicht nur Kollektionen, sie stellten es auch unter ihr eigenes Label „Frisur“ vor. „Wir entwerfen Themen und Bilder und kreieren daran unsere Entwürfe“, beschreibt Stephan die Arbeitsweise. Heute entwerfen sie Damen- und Herrenmode, selbst die dazu passenden Schuhe und Kopfbedeckungen entstehen nach ihren Ideen.

Was die Modewelt fasziniert, ist nicht nur das Jugendliche, die Unbekümmertheit ihrer Entwürfe, es ist auch die Umsetzung. Kein Material aus Fernost, keine Produktion in Asien. Ökologisch nachhaltig bedeutet für die beiden Modeschöpfer die Verwendung hochwertigen Naturmaterials aus europäischer Produktion.

Und noch etwas haben Thies und Stephan mit nach Berlin genommen. Der skandinavische Einfluss ist in ihrer Kollektion unverkennbar. Schlicht, neue Farbnuancen, durchgehend helle Töne und die Schlüsselfarbe „Taubenblau“ mit weich fallenden Stoffen kennzeichnen ihren Modestil für dieses Frühjahr und den Sommer.

30 Boutiquen in 15 Europäischen Ländern haben „Frisur-Mode“ in ihrem Angebot. „Leider führt kein Geschäft in Kappeln unser Label“, bedauern die beiden Kappelner Jungs mit dem Händchen für extravagante Mode.

In den Räumen des Architektenbüros Sunder-Plasmann am Kappelner Hafen stellten die beiden Modemacher ihre neueste Kollektion vor. „Aus Verbundenheit zu unserer Heimatstadt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen