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Hollingstedt : Zwei Jugendliche auf Zerstörungstour

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zwei Jugendliche ziehen seit Wochen randalierend durch Hollingstedt. Die Polizei scheint machtlos zu sein.

Petra Bülow hat die Nase voll. Die Bürgermeisterin von Hollingstedt hat zwei Jugendliche, die seit Wochen durch Hollingstedt ziehen und dabei Gemeindebesitz zerstörten, nun auf frischer Tat ertappt. Nachdem sie am Montag auf dem Weg zur Schule gegen Abend aufgeschlitzte Gelbe Säcke, die zur Abfuhr bereit lagen, entdeckt hatte, erwischte sie die besagten Jugendlichen am Ausstellungsgebäude „Hollinghuus“. Die beiden Jungen waren gerade dabei, einen Gullydeckel zu entfernen. Sie wurden von der Bürgermeisterin zur Rede gestellt, entwischten aber Richtung „Klues“.

Eine Stunde vorher war das Duo zudem von anderen Jugendlichen beobachtet worden, als es mehrere große Scheiben an der Turnhalle mit Pflastersteinen einwarf. Eine Kostenschätzung ist noch nicht vorgenommen worden, aber eins ist sicher: Die Reparatur dieser mehrere Quadratmeter großen Scheiben wird teuer.

Seit Wochen werden zudem Straßenlaternen „ausgeschüttelt“ (Kosten pro Straßenlampe: 50 Euro). Petra Bülow geht hier von einem Zusammenhang aus, denn auffällig sei, dass dies nur geschehe, wenn zuvor die bereits ins Visier genommenen Jugendlichen im Dorf gesichtet wurden.

Gegen die beiden noch nicht strafmündigen Jungen hatte die Gemeinde im Dezember vergangenen Jahres Strafanzeige erstattet, weil sie erhebliche Schäden an kommunalem Eigentum verursacht hatten (wir berichteten). So war zum Beispiel die Türverriegelung am Hollinghuus von ihnen demoliert worden. Die Kosten für die Reparaturen gehen in die Hunderte.

Beobachtet worden seien die Jugendlichen seit Wochen, berichtet Petra Bülow. Sie kämen nicht aus der Gemeinde Hollingstedt und seien auch keine Flüchtlingskinder. Gerüchte dieser Art hätten vielfach fälschlicherweise im Dorf die Runde gemacht.

Die Polizei hatte in der Vergangenheit bereits Gespräche mit den Jugendlichen und ihren Erziehungsberechtigten geführt. Diese Gespräche scheinen in Anbetracht der neuen Vorkommnisse jedoch keine Wirkung zu zeigen. Die neuen Fälle sorgen in Hollingstedt für Unruhe. Man wolle sich nicht von den Jungen tyrannisieren lassen, heißt es.

Bürgermeisterin Petra Bülow bittet die Bürger, falls noch weitere Schäden bekannt sind, diese ihr mitzuteilen. „Die Erziehungsberechtigten dieser Jugendlichen sollten auf ihre Früchtchen achten. Wenn sie nicht eingreifen, könnten sie Straftäter von Morgen werden“, so die Bürgermeisterin.

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