Missunde : Zwangspause für die Schleifähre

In den kommenden zwei Wochen bleibt die Schranke vor der Fähre „Missunde II“ geschlossen.
In den kommenden zwei Wochen bleibt die Schranke vor der Fähre „Missunde II“ geschlossen.

Die „Missunde II“ ist zwei Wochen lang außer Betrieb, weil der Motor ausgetauscht werden muss.

shz.de von
02. Juni 2018, 07:00 Uhr

Ab Montag ist die Schleifähre in Missunde zwei Wochen lang außer Betrieb. Das hat Fährmann Rüdiger Jöns vielen seiner Kunden bereits mündlich mitgeteilt. Auch Plakate weisen daraufhin. Nutzer der Fähre müssen Umwege über die Lindaunisser Brücke oder Schleswig in Kauf nehmen. Ab Sonnabend, 16. Juni, soll der Betrieb wieder möglich sein.

Die zentrale Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) hatte dem Betreiber der Fähre „Missunde II“ die Pistole auf die Brust gesetzt. Die Abgaswerte des 2003 gebauten Motors entsprechen nicht mehr den Normen. Deshalb muss er bis zum 17. Juli gegen ein normgerechtes Modell ausgetauscht werden. Das Wort der ZSUK ist dabei Gesetz. Denn ähnlich wie der Tüv beim Auto prüft sie die technische Sicherheit von Schiffen und entzieht ihnen gegebenenfalls die Zulassung.

Für die notwendige Reparatur wurde ein neuer Motor in Frankreich gebaut, der in der kommenden Woche in einer Werft in Rendsburg ankommen wird. Bereits am Montag wird der Rahmen, an dem Motor und Hydraulik der Fähre befestigt sind, von einem ortsansässigen Unternehmen ausgebaut und nach Rendsburg transportiert. Parallel dazu werden notwendige Arbeiten an der Hydraulik der Landeklappen in Angriff genommen. Je nach Fortschritt der Arbeiten könnte die Fähre auch schon früher in Betrieb gehen. Aber darauf will Jöns sich nicht festlegen.

Er ist mit dem Termin des Austausches nicht glücklich. Rüdiger Jöns hätte es lieber gehabt, wenn die Zulassung noch bis zum Herbst hätte verlängert werden können – bis nach der Urlaubszeit. Denn jetzt eilt es.

„Durch eine Reparatur in der Urlaubszeit würde für uns, die Region, den Tourismus und die Fahrradfahrer ein großer wirtschaftlicher Schaden entstehen“, gibt er zu bedenken. Selbst jetzt sei die Situation durch die langen Umwege und die zusätzliche Belastung der Lindaunisser Brücke seiner Meinung nach grenzwertig. Deshalb hofft er, dass der Zeitplan der Reparatur eingehalten werden kann oder sich sogar verkürzt.


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