Zum Jubiläum in HSV-Erinnerungen geschwelgt

Eingeschworene HSV-Fans: Kay Buchholz, zweiter                       Vorsitzender des Fan-Clubs, Autor Axel Formeseyn und Vorstandsmitglied Gonne                         Jessen (v.l.). Foto: Av
Eingeschworene HSV-Fans: Kay Buchholz, zweiter Vorsitzender des Fan-Clubs, Autor Axel Formeseyn und Vorstandsmitglied Gonne Jessen (v.l.). Foto: Av

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10. April 2012, 03:59 Uhr

Jübek | Die "Rauten Düwels", offizieller Fan-Club des Hamburger Sportvereins (HSV), feierten in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Die Idee für den Fan-Club sei auf einer Weihnachtsfeier der ersten Männermannschaft des TuS Collegia Jübek aus einer Bierlaune heraus entstanden, erinnert sich Kay Buchholz an die Anfangszeiten. Mit zunächst 38 Gründungsmitgliedern wurde der Fan-Club des HSV 2007 aus der Taufe gehoben. Heute gehört er mit weit mehr als 200 Mitgliedern zu den größten offiziellen Fan-Clubs des Bundesliga-Dinos.

Zum Geburtstag ihres Clubs hatte sich der Vorstand etwas ganz Besonderes für seine Mitglieder ausgedacht. Kein geringerer als Axel Formeseyn, Autor von "Unser HSV" und "Voll die Latte", war zu einer Lesung nach Jübek gekommen. Zwei Stunden lang strapazierte der auf Nordstrand aufgewachsene eingefleischte HSV-Fan mit lustigen und skurrilen Geschichten, die er rund um seinen Lieblingsclub erlebt hat, und unglaublichen HSV-Songs und -Filmen die Lachmuskeln der Zuhörer. Ganz gleich, ob es sich um Erinnerungen an ein Gastspiel seiner Lieblinge bei Rot-Weiß-Niebüll im Jahr 1986, einen Reeperbahnbesuch nach einem HSV-St.-Pauli-Derby 1990 oder ganz aktuell den Ablauf seines 40. Geburtstages, den er unlängst ausgerechnet bei der 0:4-Pleite gegen den VfB Stuttgart feierte, handelte: Bei seinen Schilderungen blieb kein Auge trocken.

Die einhellige Meinung der Zuhörer: Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die zweifelsohne noch mehr Zuhörer verdient gehabt hätte. "Wer heute nicht hier war, der hat etwas verpasst", brachte es Kay Buchholz auf den Punkt.

Axel Formeseyn wurde in Husum geboren und wuchs "fußballspielenderweise", wie er von sich sagt, auf und ist "eigentlich schon immer HSV-Fan". Einige Jahre wirkte er im Aufsichtsrat seines Lieblingsclubs mit und griff anfangs für das Magazin "11 Freunde" zur Feder. Heute schreibt er noch für die "HSV-Supporters News" und das Stadionmagazin "HSV Live". Die kiloschwere Chronik "Unser HSV" des Familienvaters und Lehrers wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur 2009 zum Fußballbuch des Jahres nominiert. Neue Maßstäbe in der Fan-Literatur setzte er mit seinem 2005 erstmals erschienenen Fußball-Tagebuch "Voll die Latte". Inzwischen hat der fußballverrückte Autor das Werk überarbeitet und fortgeschrieben.

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