Baugebiet Berender Redder : Zahl der Interessenten steigt

Der erste Teil des Wohngebietes am Berender Redder wird voraussichtlich schneller bebaut sein als erwartet. Die Zahl der Bauwilligen in Schleswig ist auf 115 gestiegen.

Avatar_shz von
26. Januar 2009, 12:54 Uhr

Schleswig | "Wohnen mit Kindern in der Stadt" lautet der Titel des Modellprojekts, das Stadt und Land auf einem 36 Hektar großen Areal zwischen Berender Redder, Langseestraße und Bundesstraße 201 verwirklichen wollen. Und es geht offensichtlich gut voran, wie gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus deutlich wurde. Projektkoordinator Dr. Volker Zahn und Bauamtsleiter Peter Hopfe bekräftigten, dass spätestens Anfang August mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden könne.

Insgesamt sollen am Be render Redder bis zu 350 Wohneinheiten geschaffen werden, 120 davon in einem ersten Bauabschnitt. Dieser könnte schneller vollständig bebaut sein als bisher erwartet. Wie Torsten Eickstädt, Leiter der Liegenschaftsabteilung, berichtete, hätten mittlerweile 115 potenzielle Bauherren ihr Interesse daran bekundet, ihr Eigenheim in Schleswig errichten zu wollen. Den Großteil davon ziehe es an den Berender Redder.

Das neue Wohngebiet soll nicht nur besonders familienfreundlich gestaltet sein. Es soll auch dazu beitragen, die zuletzt unter die 24000-Einwohner-Grenze gefallene Stadt Schleswig zu stärken. Dieses Ziel scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein. Denn von den insgesamt 115 Bauwilligen kommt mehr als jeder zweite nicht aus Schleswig. Konkret: 55 potenzielle Bauherren wohnen derzeit im näheren Umland, sechs leben außerhalb Schleswig-Holsteins.

Mit Hochdruck treibt die Stadt derzeit die weiteren Planungen voran. Bis Anfang März sollen die Qualitätsstandards für das Gebiet entwickelt sein. Diese Aufgabe wird von Zahn koordiniert. Verwaltung, Kommunalpolitiker und Bau-Interessenten sollen die Richtlinien gemeinsam erarbeiten. Innerhalb der kommenden Wochen soll zudem die Frage geklärt werden, ob für das Gebiet eine Fernwärmeversorgung in Frage kommt.

Bis Ende März will die Stadt verbindliche Aussagen über die exakte Lage der Parzellen und die Höhe der Grundstückspreise treffen können. Ziel der Verwaltung ist es, die Grenze von 65 Euro nicht zu überschreiten. Die Investitionsbank hat der Stadt in Aussicht gestellt, bis zu 45 Bauvorhaben in die soziale Wohnraumförderung aufzunehmen.

Ab Juli will die Stadt die Grundstücke verkaufen. Um das Verfahren für die Bauherren zu beschleunigen, kann man sich jedoch unmittelbar nach Festlegung der Parzellen für ein Grundstück vormerken lassen und - ohne es bereits gekauft zu haben - einen Bauantrag stellen. Dieser solle sehr zügig bearbeitet werden. Zahn: "Das Bauamt wird so schnell sein, wie das in Schleswig-Holstein selten ist."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen