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Zu Gast beim Schleswiger Richterverein : Wolfgang Kubicki macht den Juristen Hoffnung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Traditionelles Essen des Schleswiger Richtervereins: Ein geselliger Abend mit einem gut gelaunten FDP-Fraktionschef.

Ein kleines Stück entfernt von Schleswig und seinen Gerichten versammelten sich am Mittwoch am Ufer der Schlei in Fahrdorf rund 70 Juristen zum abendlichen Erfahrungsaustausch in lockerer Atmosphäre. Der Schleswiger Richterverein, in dem auch Staatsanwälte organisiert sind, hatte seine Mitglieder, aber auch Kollegen, zum traditionellen gemeinsamen Essen eingeladen. Noch mehr Interessierte als sonst folgten der Einladung ins „Fährhaus“, was wahrscheinlich auch am diesjährigen Gastredner Wolfgang Kubicki lag, der unterhaltsam zu aktuellen justizpolitischen Themen auf Bundes- und Landesebene Stellung bezog, ehe es später ans Buffet ging.

„Ich freue mich auf Herrn Kubicki, denn er redet nicht nur, sondern sagt auch was. Ich bin nicht immer seiner Meinung, aber er hat ohne Frage rhetorische Fähigkeiten“, sagte zum Beispiel der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgerichtes, Hartwig Martensen. Kubicki, stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und Fraktionschef im Kieler Landtag, berichtete denn auch gut gelaunt von den jüngsten Koalitionsverhandlungen und amüsierte die Anwesenden erwartungsgemäß mit der ein oder anderen Anekdote.

In seiner Eröffnungsrede beklagte der Vereinsvorsitzende Achim Theis, Vizepräsident des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichtes, die unzureichende finanzielle und personelle Ausstattung der Justiz. Er verband dies mit der Frage, wie die neue Landesregierung zu diesem Thema stehe. Kubicki verwies hierzu auf den Koalitionsvertrag zwischen CDU, Grünen und FDP. Darin sei eine Prüfung der aktuellen Gegebenheiten vorgesehen. „Sie werden schon im Frühjahr 2018 eine deutliche Verbesserung feststellen können“, machte er den Anwesenden Hoffnung.

Neben den Gerichtspräsidentinnen Uta Fölster (Oberlandesgericht), Maren Thomsen (Oberverwaltungsgericht) und Christine Fuchsloch (Landessozialgericht) waren auch zwei gerade erst ernannte Staatssekretäre unter den Gästen: Wilfried Hoops wirkt seit einer Woche im von Sabine Sütterlin-Waack geführten Justizministerium, und Thilo Rohlfs hatte das Verwaltungsgericht für den entsprechenden Posten im Wirtschaftsministerium verlassen. „Ich bin heute gern zu dieser Veranstaltung gekommen, da ich sie in meiner Funktion als Geschäftsführer des Vereins sogar noch mit organisiert habe. Als ich vor drei Monaten im Rahmen der Vorbereitung schon einmal hier war, hätte ich niemals daran gedacht, dass ich hier heute als Staatssekretär teilnehmen werde“, sagte Rohlfs.

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