Urlauber in Schleswig : „Wir fühlen uns wie in Italien“

Auf dem Fahrrad durch Schleswig-Holstein: Margrit und Peter Fellmann aus Luzern. Fotos: oje
Auf dem Fahrrad durch Schleswig-Holstein: Margrit und Peter Fellmann aus Luzern. Fotos: oje

Urlauber genießen den Sommer in Schleswig in vollen Zügen. Für Spontanbucher ist fast kein Quartier mehr zu bekommen.

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28. Juli 2018, 10:13 Uhr

Als Margrit und Peter Fellmann vor einer Woche in Luzern in den Zug stiegen, hatten sie für alles vorgesorgt. Schließlich weiß man, womit man rechnen muss, wenn man im Urlaub mit dem Fahrrad durch Schleswig-Holstein fahren will. Wolldecken, Regencapes, Daunenjacken. Das Schweizer Ehepaar hatte alles eingepackt.

„Wir hätten uns 20 Kilogramm Gepäck sparen können“, sagte Peter Fellmann, als er sein Rad gestern vor der Schleswiger Touristinformation im Plessenhof abstellte. Aber er beklagt sich nicht. Seine Frau und er genießen einfach das schöne Wetter. „Wir fühlen uns wie in Italien“, sagte Margrit Fellmann. In den vergangenen Tagen waren sie die Nordseeküste entlanggeradelt – mit Ausflügen nach Föhr und Amrum.

Ihr Quartier in der Schleswiger Altstadt hatten sie rechtzeitig gebucht. Andernfalls hätte es eng werden können. Ein Spontan-Trip an die Schlei ist im Moment nicht so einfach. „Man muss schon Glück haben, dass kurzfristig irgendwas frei wird“, sagt Christina Matzen, die Leiterin der Tourist-Information. Auch wer gestern auf dem Hotelbuchungs-Portal booking.com fürs Wochenende ein Zimmer für zwei Personen in Schleswig suchte, konnte noch genau ein Zimmer finden – im Waldschlösschen.

Christina Matzen hat in der Touristinformation derzeit viel zu tun.
Christina Matzen hat in der Touristinformation derzeit viel zu tun.
 

Petra Frömmel-Meyer aus Walsrode und ihre Kinder Hannes und Laura verbringen ein verlängertes Wochenende in Brodersby. Über die Hitze klagen sie nicht. Im Vergleich zur Lüneburger Heide sei es in Schleswig geradezu angenehm frisch, meinten sie. „Da hatten wir gestern 34 Grad – und kein Meer in der Nähe.“ Nach dem Schleswig-Ausflug von gestern Nachmittag soll es heute in Richtung Ostsee gehen. Vielleicht an den Strand. „Nach Haithabu würde ich auch noch gern, aber ich weiß nicht, ob wir das in den vier Tagen schaffen“, sagte Petra Frömmel-Meyer.

Petra Frömmel-Meyer (Mitte) mit ihren Kindern Hannes und Laura.
Petra Frömmel-Meyer (Mitte) mit ihren Kindern Hannes und Laura.
 

Auf jeden Fall profitieren die Wikingerstätte und auch die anderen kulturellen Anziehungspunkte in und um Schleswig von dem heißen Sommer. „Es fahren nicht alle Urlauber nur an den Strand. Wir haben hier noch genug zu tun“, sagt Christina Matzen, während neben ihr eine Kollegin gerade einer kleinen Touristengruppe auf Dänisch auf dem Stadtplan Schleswigs sehenswerteste Ecken zeigt.

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