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Grosssolt : „Wir brauchen eine Gelddruckmaschine“

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Auf Großsolt kommen hohe Investitionen zu: Tennis- und Sportlerheim, Begegnungsstätte und Kita-Anbau belasten die Gemeindekasse.

Die Themen Bauen und Finanzen beschäftigten die Gemeindevertretung von Großsolt. Nachdem die Genehmigung von drei Bauanträgen bekannt gegeben worden war, ging es um die ausgereizte Siedlungsentwicklung der Kommune. Bauwillige können momentan nur innerörtliche Lücken erschließen. „Schön wäre ein Neubaugebiet“, so die allgemeine Meinung. Dieses soll laut Landesentwicklungsplan zur Wohnraumplanung in Innenbereichen ausgewiesen werden. Dies aber ist im stark zerstreuten Großsolt nicht möglich. Als Voraussetzung für neue Siedlungen am Ortsrand fordert das Land eine Potenzialanalyse. Sie schlägt Flächen unabhängig von ihrer Verfügbarkeit vor und bewertet sie lediglich im Hinblick auf ihre Eignung.

Nach behördlicher Zustimmung bildet die Analyse die Grundlage, um mit Grundstückseigentümern ins Verkaufsgespräch zu kommen. Die Gemeindevertretung beschloss, ein solches Gutachten in Auftrag zu geben.

Die Hoffnung auf ein Förderprogramm des Landes zur Sanierung von Sportstätten wird sich in naher Zukunft voraussichtlich nicht erfüllen, die Gemeinde muss alle Sanierungen selbst finanzieren. Sofort beauftragt wird die Fugensanierung am Tennisheim, eine dringende Maßnahme, die wenige tausend Euro kostet. Für die „große Maßnahme“ am Sportlerheim gibt es bereits Unterlagen, die jetzt verwirklicht werden sollen.

Ebenfalls mit Ausgaben verbunden sind Reparaturen an der Straßen- und Weihnachtsbeleuchtung sowie Ausbesserungen an kommunalen Gehwegen und Straßen; sie werden in Angriff genommen, sobald die Temperaturen ein wenig gestiegen sind.

Das Vorhaben „Mühle der Begegnungen“ – mit einer Tagespflegeeinrichtung, einem Dorfmuseum und einem Offenen Treff – verursacht erhebliche Mehrkosten. Zusätzliche 125  000 Euro für den Altbau wurden nach einer langen Debatte bewilligt. Ursache für den erhöhten Geldbedarf sind zu geringe Kostenschätzungen, ein nicht der Realität entsprechender Baubestandsplan sowie nachträgliche Wünsche der Gemeinde.

Weitere teure Investitionen kommen auf die beiden Gemeinden Großsolt und Freienwill für die Erweiterung des gemeinsamen Kindergartens zu. Die aktuellen Planungen mit zwei Anbauten mit insgesamt 200 Quadratmetern für 400  000 Euro wurden vorgestellt. Die lange Diskussion beendete Gemeindevertreter Thomas Buck mit seiner Einschätzung: „Wir brauchen eine Gelddruckmaschine.“

Bislang sehen die Finanzplanungen für das Jahr 2016 einen nur geringen Fehlbetrag vor. Die Mehrkosten für die „Mühle der Begegnungen“ und den Kindergarten sind jedoch noch nicht berücksichtigt.

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erstellt am 22.Mär.2016 | 07:45 Uhr

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