Schändung der Schleswiger Moschee : „Wir alle müssen uns gegen diese Rechtsextremen stellen“

Avatar_shz von 09. Juli 2019, 15:33 Uhr

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Johannes Thaysen, Vorsitzender des Friedrichsberger Bürgervereins, sorgt sich um das gute Verhältnis zur türkisch-islamischen Gemeinde.

Johannes Thaysen, Vorsitzender des Friedrichsberger Bürgervereins, sorgt sich um das gute Verhältnis zur türkisch-islamischen Gemeinde.

Der Friedrichsberger Bürgerverein fordert Solidarität mit der türkisch-islamischen Gemeinde in Schleswig.

Schleswig | Nach der Schändung der Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde im Friedrichsberg hat sich jetzt auch der Friedrichsberger Bürgerverein gemeldet und sein Entsetzen ausgedrückt. Die Tat werde vom Bürgerverein auf das Schärfste verurteilt, erklärte der 1. Vorsitzende Johannes Thaysen in einer Pressemitteilung. Er fordert die Behörden auf, die Täter zügig zu ermitteln und juristisch zu verfolgen. Bislang unbekannte Täter hatten am vergangenen Mittwoch in einem Toilettenraum der Moschee an mehreren Waschbecken die Armaturen und Seifenspender abgebrochen. Zudem hatten sie mehrere Korane zerschnitten und die Schnipsel im WC verteilt. Weiterlesen: Unbekannte schänden Schleswiger Moschee Weiterlesen: Entsetzen über Schändung der Schleswiger Moschee „Wir leben in einem Land mit Religions- und Meinungsfreiheit, in dem alle Religionen ihre grundgesetzverbrieften Rechte gleichermaßen ausüben dürfen“, erklärte Thaysen. Diese Schändung belaste „das gute Verhältnis, das wir zur türkisch-islamischen Gemeinde haben“. Denn es sei davon auszugehen, dass es sich um eine rechtsextremistische Gewalttat handele, so Thaysen weiter. „Wir alle müssen uns gegen diese Rechtsextremen stellen, was auch bedeutet, dass die AfD endlich verstehen muss, dass aus Worten leicht solche Gewalttaten entstehen können.“ Im Friedrichsberg wird besonders ein friedliches und tolerantes Miteinander gepflegt und dieses liegt dem Bürgerverein besonders am Herzen.  Der Bürgervereinsvorsitzende betonte: „Wir leben seit Generationen auf friedliche Art und Weise mit der türkisch-islamischen Gemeinde zusammen, besuchen und respektieren uns gegenseitig. Im Friedrichsberg wird besonders ein friedliches und tolerantes Miteinander gepflegt und dieses liegt dem Bürgerverein besonders am Herzen.“ Und weiter: „Wir erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit der türkisch-islamischen Gemeinde und hoffen, dass das es bei einer Einzeltat bleibt. Jeder von uns ist in seinem Umfeld aufgerufen, dieser Solidarität Ausdruck zu verleihen und sich gegen jegliche Angriffe auf unsere demokratischen Grundwerte zu stellen.“   ...

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