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VR Bank zieht Bilanz : Windkraft als Wachstumsmotor

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Kreditgeschäft stieg bis zum 30. September um netto 150 Millionen Euro – ein Zuwachs von 15 Prozent.

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erstellt am 19.Nov.2015 | 19:28 Uhr

Die letzte Veranstaltung fand am Mittwochabend im „Satrup Kroog“ in Mittelangeln statt: Zu insgesamt elf Bezirksversammlungen hatte die VR Bank Flensburg-Schleswig ihre Mitglieder in den vergangenen Wochen eingeladen. Und die meisten der unterm Strich rund 3300 Besucher werden nach den Abenden nicht nur wegen des leckeren Essens – es gab traditionell Grünkohl – mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren sein. Schließlich konnte der Vorstand den Genossen jede Menge guter Zahlen für „ihre“ Bank mit auf den Weg geben.

„2015 ist ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir sind mit der Entwicklung total zufrieden“, sagte VR-Bank-Vorstand Michael Möller im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Kreditgeschäft stieg bis zum 30. September um netto 150 Millionen Euro – ein Zuwachs von 15 Prozent. Am Markt üblich sei derzeit ein Plus von drei bis vier Prozent, erklärte Möller. Wachstumsmotor sei einmal mehr das Geschäft mit der Windkraftfinanzierung. Etwa ein Drittel der Zuwächse sei darauf zurückzuführen. Auch im Bereich der privaten Baufinanzierung habe man deutlich zulegen können.

Bei den Spareinlagen habe die VR Bank mit sechs Prozent ebenfalls ein überdurchschnittliches Plus erzielt, führte Möller weiter aus. „Und das trotz des sehr niedrigen Zinsniveaus.“ Die Bilanzsumme stieg um rund zehn Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Die Kernbotschaft an die 18  000 Mitglieder und knapp 50  000 Kunden laute, so Möller: „Wir sind weiterhin in der Fläche präsent und stehen zu unseren Filialen.“ Dazu passe, dass man im nächsten Jahr in die Modernisierung der Zweigstelle in Jübek investieren werde. Eine Garantie für die Ewigkeit könne er den Filialen aber nicht aussprechen, betonte der Vorstand. „Ich kann nicht fünf Jahre in die Zukunft blicken.“ Das Umfeld werde auch für Genossenschaftsbanken durch die Niedrigzinsphase immer schwieriger. Möller kündigte zudem an, dass man die Beratung intensivieren wolle. „Wir werden uns künftig viel mehr Zeit für die Kunden nehmen.“

Auch darüber, dass die VR Bank in den Standort Flensburg investiert, hat das Geldinstitut seine Mitglieder auf den Bezirksversammlungen informiert. Für mehr als 15 Millionen Euro entsteht an der Einmündung Bahnhofstraße /Neumarkt ein dreistöckiger Neubau. „Die Pfahlgründungsarbeiten sind abgeschlossen“, erläuterte Möller. Derzeit erfolge der Aushub für die Tiefgarage. Wenn alles gut läuft, sollen die Räumlichkeiten im ersten Quartal 2017 bezogen werden. Dann werden 35 der insgesamt 220 Mitarbeiter in Flensburg ihr Domizil haben und zum Beispiel den gesamten Vertrieb der Bank von dort aus steuern. Auch Möller selbst wird sein Büro von der Schlei an die Förde verlegen. Mit dem Umzug soll die bisherige Flensburger Filiale in der Großen Straße geschlossen werden.

Besonderen Grund zur Freude hatten auf den Bezirksversammlungen auch Vertreter von 17 Organisationen und Vereinen. Ihnen überreichten die VR-Banker Spendenschecks in Höhe von insgesamt 15  000 Euro.

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