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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 02:33 Uhr

Böklund : Wikingerumzug zum Kita-Geburtstag

vom

Einrichtung feiert 40-jähriges Bestehen / Bürgermeister sagt weiterhin volle Unterstützung der Gemeinde zu

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 08:07 Uhr

Böklund | Mit einem großen Wikingerfest feierte die evangelische Kindertagesstätte Böklund ihren 40. Geburtstag. Nach einer offiziellen Feierstunde und einem Gottesdienst zogen Mitarbeiter, Kinder und Eltern in einem Festzug, an dem 13 Wikingerschiffe teilnahmen, zum Kindergartengelände. Dort war ein Wikingerdorf aufgebaut, in dem sich Eltern und Kinder bis zum Abend stilgerecht austoben konnten.

Kindergartenleiterin Klaudia Schulte ging besonders auf die Veränderungen ein, die in den vergangenen Jahren stattgefunden hatten. Gestartet war die pädagogische Einrichtung in zwei Räumen. "Heute betreuen wir etwa 120 Kinder in sieben Gruppen und zwei Häusern", stellte Schulte fest. Heute schaffe man gemeinsam mit den Kindern Angebote, die es ihnen ermöglichten, eigene Begabungen und Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Dabei würde aber auch viel Bewährtes bleiben oder wieder entdeckt werden, so Schulte.

Ihre Vorgängerinnen Gisela Zehrt und Brigitta Fox, die ebenfalls gratulierten, zeigten sich mehr als erfreut von der Weiterentwicklung, die sich seit ihrem Ausscheiden ergeben hatte.

Schulausschussvorsitzender Dr. Dierk Martin wies darauf hin, dass die Kindertagesstätte an einer pädagogischen Achse liege, die in Böklund von der Kinderkrippe über die Grundschule bis zur weiterführenden Schule nur 350 Meter Länge betrage.

Daniela Juhász, Leiterin der Grundschule, unterstrich die Verantwortung pädagogischer Einrichtungen. "Eltern vertrauen ihnen das Wertvollste an, was sie haben: ihre Kinder", stellte sie fest. Deshalb sei die in Böklund gelebte Realität, die fließende Übergänge zwischen Kindertagesstätte und Grundschule schaffe, beispielhaft. "Die Kindergartenzeit ist nämlich mehr als nur ein Abschnitt im Lebenslauf eines Kindes", erklärte sie. Sie sei Inhalt und Fülle einer wichtigen Zeit, die nahtlos in den nächsten Abschnitt übergehe.

Böklunds Bürgermeister Johannes Petersen sprach auch für die anderen Trägergemeinden Idstedt, Klappholz, Stolk und Süderfahrenstedt. Er betonte, dass man nicht nur mit der Arbeit der Kindertagesstätte zufrieden sei und diese unterstütze. Das Beispiel des Krippenhauses zeige, dass man auch vorausschauend handle. "Und sie können sicher sein, dass wir als Kommunen ihre Arbeit auch weiterhin so unterstützen werden", bekräftigte er.

"Kindergarten ist mehr als eine Aufbewahrungs- und Betreuungseinrichtung", stellte Pastor Detlev Tauscher fest. Hier werde gespielt und spielerisch gelernt, Entwicklungsarbeit geleistet und manche Weiche für das spätere Leben gestellt. Es sei soziales Lernen in einer rauen Zeit, in der an vielen Stellen nur Ellenbogen und gerissene Köpfchen zählten, um nach oben zu kommen. "Kirchliche Kindergärten sind Einrichtungen, in denen wertvolle Kulturinhalte, geistige Werte und Traditionen weitergegeben und weitergelebt werden, ohne die unsere Welt und unser Zusammenleben nicht vorstellbar wären", fuhr er fort. Kirche und evangelische Kindertagesstätten verstünden sich als Anwalt der Kinder, um ihnen zusammen mit den Eltern das zu geben, was sie zu ihrem Wohl brauchten und nötig hätten. Er wünschte den Kindergärten, dass auch nach 40 Jahren viele Kinder geboren würden, die gern den Kindergarten besuchten und viel Gewinn daraus zögen.

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