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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 07:38 Uhr

Schleswig : Wikingerstadt auf Identitätssuche

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Seit eineinhalb Jahren setzt die Stadt auf den neuen Slogan – jetzt soll er mit noch mehr Leben gefüllt werden.

von
erstellt am 09.Feb.2017 | 07:59 Uhr

Vieles läuft bereits gut, es muss aber noch deutlich mehr kommen: So könnte man die Bilanz kurz und knapp zusammenfassen, die das Schleswiger Stadtmarketing, die Ostseefjord Schlei GmbH (OFS) und die IHK jetzt zum Thema Wikingerstadt gezogen haben.

Rund eineinhalb Jahre ist es inzwischen her, dass sich die Politik – nach teils heftigem Ringen – für den neuen Slogan samt Logo für die Stadt Schleswig entschieden hat. „Und man kann rückblickend sicherlich sagen, dass dieser Entschluss absolut richtig war“, sagt OFS-Geschäftsführer Max Triphaus. Stadtmanager Rüdiger Knospe und IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann sind ebenfalls der Meinung, dass Schleswig mit der Wikingerstadt in Sachen Vermarktung auf das richtige Pferd setzt. „Das haben inzwischen auch viele Kritiker von damals erkannt“, sagt Knospe. Denn viele andere Städte würden teils krampfhaft nach einem Alleinstellungsmerkmal suchen. „Wir hingegen haben es auf dem Silbertablett serviert bekommen, weil das Thema direkt vor unserer Haustür liegt. Jetzt müssen wir es aber endlich auch in der Stadt für jeden sichtbar machen.“

Dass der Slogan längst auf sämtlichen Briefköpfen, Broschüren und Visitenkarten der Stadt prangt und auch von vielen Schleswiger Firmen etwa im E-Mail-Versand genutzt wird, begrüßen alle drei. Auch die Regenschirme und Aufkleber, die den Wikingerstadt-Schriftzug samt Logo tragen, seien längst zu einem gewohnten Anblick in der Stadt und der Region geworden. Hinzu kämen erfolgreiche Events wie etwa das Wikinger-Tampen-Trecken, das 2016 seine erfolgreiche Premiere feierte und nun am 9. September in die zweite Runde geht. Auch die Verbindung des verkaufsoffenen Sonntags mit dem Thema Wikinger sei beim Publikum sehr gut angekommen.

Das alles reiche aber noch lange nicht aus, betont Triphaus. „Der Wikinger muss noch viel mehr im Stadtbild ankommen“, sagt er. Gemeinsam mit Knospe und Wesemann hat er deshalb einen Ideen-Katalog erstellt, der inzwischen auch dem Bürgermeister vorliegt. Darin ist gleich eine ganze Reihe von konkreten Vorschlägen zu finden, wie man den Wikinger in die Stadt bekommt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die geplante Innenstadtsanierung. Dass in deren Rahmenplan nun auch konkret davon die Rede ist, das Thema Wikinger in die Konzepte mit einzuarbeiten, sieht nicht nur Rüdiger Knospe als „einen echten Meilenstein“ an. So nämlich könnte es endlich zu einer einheitlichen Möblierung der Innenstadt etwa mit Bänken und Hinweisschildern kommen. Damit aber nicht genug: Unter anderem sollen auch weitere Merchandising-Produkte und Veranstaltungen kreiert und initiiert werden, in der Stadt – etwa an der Schleipromenade – sollen künftig Wikingerstadt-Flaggen wehen, und auch Yachten könnten mit dem Logo auf ihren Segeln zu Werbeträgern werden. So gut wie beschlossen ist zudem, dass noch in diesem Jahr vier neue Ortseingangsschilder aufgestellt werden (am Gottorfknoten, in der oberen Flensburger Straße, in St. Jürgen und am Kattenhunder Weg). Neben dem Thema Wikinger sollen diese auch auf Großveranstaltungen, die in Schleswig stattfinden, hinweisen. Eine weitere Idee ist, die „Sigyn“, das Wikingerschiff der Werkstätten, künftig gut sichtbar vor der Stadt ankern zu lassen – als schwimmendes Markenzeichen. Passend dazu ist auch das Thema Schlei-Fontäne noch nicht vom Tisch, wie sowohl Triphaus als auch Knospe betonen.

„Es gibt noch viele weitere Vorschläge und Ideen. Daran mangelt es uns nicht“, sagt der OFS-Geschäftsführer. Gleichzeitig aber mahnt er: „Wir müssen bald etwas Konkretes machen.“ Denn insbesondere aus der Schleswiger Wirtschaft würden die Stimmen lauter, die mehr Sichtbarkeit der Wikingerstadt fordern. Aus ihren Reihen kam schließlich auch die Initiative zum neuen Stadt-Slogan – und sie übernimmt einen Großteil der Kosten für das Stadtmarketing. Deswegen mahnt auch Rüdiger Knospe, dass Politik und Verwaltung weiter bei dem Thema am Ball bleiben. „Gemeinsam können wir viel erreichen. Wir sind schon ganz gut unterwegs. Aber es muss noch viel mehr kommen“, sagt er.

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