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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

Süderbrarup : Wieder Zutritt zum Bahnhofs-WC

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Darauf haben viele Bahnreisende gewartet: Der Eigentümer des Süderbraruper Bahnhofs hat die Klotüren wieder geöffnet.

Das Problem der Toilettenbenutzung im Süderbraruper Bahnhof ist gelöst. Seit einiger Zeit kann dort zu den Öffnungszeiten des Bahnhofs-Bistros „Gleis 4“ jedermann gegen ein Entgelt das WC benutzten.

Zur Erinnerung: Bis zum Ende des vergangenen Jahres waren die Toilettenanlagen des Bahnhofs öffentlich. Zu Bundesbahnzeiten sorgte dort eine Putzkraft der Gemeinde für Sauberkeit und Ordnung. Nachdem der Bahnhof von Ehrenbürgermeister Peter Henningsen gekauft wurde, entrichtete die Gemeinde dafür eine Gebühr. Der entsprechende Vertrag wurde aber zum Jahresende 2014 gekündigt, da Bürgermeister Friedrich Bennetreu bemerkt hatte, dass die Örtlichkeiten zu vertragsgemäß vereinbarten Zeiten nicht geöffnet waren. Henningsen begründete dies mit Disziplinierungsmaßnahmen gegenüber potenziellen Randalierern. Nachdem der Vertrag ausgelaufen war, sperrte er Bahnhofshalle und Toiletten für die Öffentlichkeit. Theoretisch durften sich ab dann nur noch Bahnreisende und Gaststättengäste dort aufhalten. Seitens der Gemeinde passierte nichts mehr.

Doch ganz ruhig wurde es um die stillen Örtchen immer noch nicht. Und als Bürgermeister Friedrich Bennetreu auf der letzten Gemeindevertretersitzung nach dem Sachstand gefragt wurde, gab er bekannt, dass er von Dritten erfahren habe, dass der Pächter des Bistros, Uwe Kipscholl, die Toiletten während der Öffnungszeit (Montag bis Freitag: 8 bis 18 Uhr; Sonnabend: 9 bis 14 Uhr; Sonntag: 9 bis 17 Uhr) gegen Gebühr der Öffentlichkeit zur Verfügung stelle.

Doch Eigentümer Henningsen stellt das insoweit richtig, dass er derjenige sei, der die Toiletten zur Verfügung stellt. Denn in der Zwischenzeit sind die Sanitäranlagen ausgebaut worden. Nach einem gemeinsamen Entree können „normale“ Besucher eine saubere, aber einfache Einrichtung nutzen, während Bistro-Gäste in eine komfortablere Einheit umgeleitet werden. Das wird mit den Schlüsseln geregelt, die Bistro-Pächter Uwe Kipscholl verwaltet. Diese Schlüssel kann man sich während der Öffnungszeiten des Bistros gegen eine Gebühr von 50 Cent am Tresen abholen.

Einer Umfrage unter Passanten und Nahverkehrsnutzern zufolge ist es ihnen egal, zu welcher Toilette sie Zutritt erhalten. Sie sind nur froh darüber, dass an dem stark frequentierten Knotenpunkt wieder ein WC benutzt werden kann. Und Gebühren dafür musste man schon immer bezahlen.

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