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Schleswiger Nachrichten

21. August 2017 | 16:46 Uhr

Schleswig : Wieder freie Fahrt auf der B76

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Nach sechs Wochen Sanierung: Verkehrsminister Meyer öffnet die Strecke zwischen Busdorf und Fahrdorf wieder für den Verkehr.

Endlich einmal ein Straßenbauprojekt, das erfolgreich zu Ende geführt wurde. Das dachte sich wohl auch der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und kam deshalb gestern nach Fahrdorf, um die sanierte B 76 nach sechswöchiger Sperrung wieder offiziell frei zu geben. „Diese Strecke ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen Kiel, Eckernförde und Schleswig. Umso schöner ist es, dass sie sich jetzt wieder in einem leistungsfähigen Zustand präsentiert“, sagte Meyer. Denn: Laut Angaben des Verkehrsministeriums wird die Bundesstraße zwischen Eckernförde und Schleswig täglich im Durchschnitt von 12 250 Fahrzeugen befahren.

Erst im Sommer 2013 wurde die Fahrbahn zwischen Fahrdorf und Fleckeby (Kreis Rendsburg-Eckernförde) erneuert. Seit dem 18. August nun war der knapp zwei Kilometer lange Abschnitt der Bundesstraße zwischen Busdorf und Fahrdorf für den Durchgangsverkehr gesperrt. Bis gestern Morgen noch dauerten die Arbeiten an. Neben einer komplett neuen Fahrbahn, auf die ein 26 Zentimeter dicker Oberbau aufgetragen wurde, ist auch der Radweg saniert worden. Zudem mussten die beiden Brücken, die 1860 gebaut wurden und die Wasservebindung zwischen Haddebyer Noor und Schlei überspannen, aufwändig saniert und in großen Teilen ersetzt werden. Gesamtkosten der Arbeiten: rund 1,4 Millionen Euro.

„Es war dringend notwendig, dass hier etwas passiert, wie die tiefen Risse in der Fahrbahn gezeigt haben“, sagte Meyer und betonte in diesem Zusammenhang, dass intakte Verkehrswege für Schleswig-Holstein immens wichtig seien. „Da ist in der Vergangenheit viel versäumt worden.“

Ein ganz anderes Versäumnis wiederum sehen einige regelmäßige Nutzer der B 76 darin, dass auf der Seite zum teilweise abschüssig zur Fahrbahn verlaufenden Radweg künftig keine Leitplanke mehr als Schutz dient. Entsprechende Nachfragen von Bürgern bestätigte Karl-Heinz Roos, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) in Flensburg. „Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass Schutzplanken an dieser Stelle nicht nötig sind“ , so Roos. In der Vergangenheit habe es keine Unfälle gegeben. Deswegen könne man aus technischen wie auch finanziellen Gründen auf entsprechende Fahrbahnbegrenzungen verzichten. Dass jemand von der Straße abkomme und auf den unterhalb verlaufenden Radweg stürzt, halte er für sehr unwahrscheinlich, sagte Roos.

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erstellt am 11.Okt.2014 | 07:04 Uhr

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