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Angelo in Schleswig : Wie zu alten Kelly-Family-Zeiten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der jüngste Spross der legendären irischen Musikerfamilie sorgte mit seinem Weihnachtsprogramm für eine ausverkaufte „Heimat“.

Brechend voll war es wieder einmal am Freitagabend in der „Heimat“ auf der Freiheit. Knapp 600 Gäste wollten sich von Angelo Kelly und seinem Bühnenprogramm „Irish Christmas“ in die irische Weihnachtswelt entführen lassen. Mit dabei hatte er vier hochklassige Musiker, die perfekt abgestimmt die irische Fiddle und Mandoline, aber auch Dudelsack, Trommeln und viele andere Instrumente bearbeiteten, um das Publikum zu begeistern. Zum Programm gehörten dabei auch durchaus bekannte Weihnachtslieder in deutscher aber auch englischer Sprache. „Es wird ein bisschen peppiger und ein bisschen irischer. Aber ihr werdet, so hoffe ich, auch vielleicht zu Tränen gerührt sein“, kündigte Angelo Kelly an.

Zeitweise zurückversetzt fühlte man sich in jedem Fall, als er mit seiner Frau Kira sowie den Kindern Joseph, Emma, Helen und Gabriel auf der Bühne stand. Das hatte was von der „alten“ Kelly-Family. Schließlich war Angelo selbst das jüngste Mitglied der legendären Familie, die zunächst mit ihrem roten Tourenbus durch die Weltgeschichte tingelte und später insbesondere in Deutschland großen Erfolg feierte. Die „neue Generation“ der Kelly zeigte sich nun musikalisch genauso talentiert. Nicht nur der coole Umgang mit einer gerissenen Gitarrensaite zu Beginn von Angelo („Das ist alles Live!“) oder das gemeinsame Spiel zu dritt auf der Geige als Zugabe bezeugten das professionelle Auftreten, das mit Standing Ovations und großem Applaus belohnt wurde. Auch seine Kinder waren textsicher im Gesang. Lediglich dem 15-jährigen Gabriel war der Stimmbruch anzuhören. Und bei den Tanzeinlagen von Emma (9) und Helen (13) wusste auch der fünfjährige Joseph (der lieber Schnürbänder auf- und zuband) jederzeit, wann es Zeit war, für die Schwestern in den Hintergrund zu treten.

Michael Pantel, Klarinettist der Kieler Philharmonie, war gemeinsam mit seiner Familie und einer Freundin extra für das Konzert nach Schleswig gekommen. Und er war begeistert von der Qualität der musikalischen Leistungen: „Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das hier Profis sind. Sie spielen alle sehr gut und sehr sauber.“ Auch für die Abstimmung bei der Technik und beim Gesang waren er und seine Begleiter voll des Lobes. Gemeinsam nahmen sie im Anschluss an das Weihnachtskonzert gerne eine knappe Stunde in Kauf, um sich – wie viele der anderen Fans auch – mit Angelo Kelly fotografieren zu lassen.

„Heimat“-Betreiber Mario Hoff bewies mit seiner ausverkauften Veranstaltung erneut ein glückliches Händchen und freute sich über die vielen Gäste: „Meine Leute haben viele Dänen und Engländer begrüßt. Damit hatte ich gar nicht gerechnet.“


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