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Schleswiger Nachrichten

21. Oktober 2017 | 21:33 Uhr

Schleswig : Wie die Freiheit wachsen soll

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Pläne für den östlichen Teil des alten Kasernengeländes werden konkreter.

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 07:36 Uhr

Für die Fußgänger ein Wanderweg, der vom Netzetrockenplatz am Holm an der Mühle „Nicola“ vorbei bis zum Gelände der früheren Zuckerfabrik verläuft – für die Autofahrer eine neue Hauptstraße am nördlichen Ende des früheren Kasernengeländes. So sehen die aktuellen Pläne für die Entwicklung der östlichen Freiheit aus, mit denen sich der Bauausschuss auf seiner Sitzung am nächsten Mittwoch (15 Uhr im Rathaus) beschäftigen wird.

Der Entwurf stammt in wesentlichen Teilen vom renommierten Hamburger Planungsbüro André Poitiers. Im Mittelpunkt steht dabei das geplante Theater auf dem Gelände des früheren Bundeswehr-Mannschaftsheims (Kulturhaus), in dem sich bereits das „Heimat“-Varieté befindet. Erst vor zweieinhalb Monaten hatte die Stadt zusammen mit der Schleswiger Wohnungsbaugenossenschaft Gewoba Nord das rund 12,5 Hektar große Areal nördlich, südlich und östlich der „Heimat“ für 6,7 Millionen Euro von der Entwicklungsgesellschaft Team Vivendi gekauft. Dass schon jetzt relativ detaillierte Pläne für die Gestaltung des Geländes vorliegen, geht zurück auf eine Forderung des Kieler Innenministeriums. Der Bebauungsplan für das Kulturhaus könne nur dann zu Stande kommen, wenn geklärt ist, wie die Umgebung genutzt werden soll. Deshalb hatten die Stadtwerke – verantwortlich für das Projekt Kulturhaus – nun eine entsprechende konzeptionelle Studie in Auftrag gegeben.

Das Theater als Mittelpunkt: Der Entwurf für die Gestaltung der östlichen Freiheit ist zunächst nur als grobes Konzept gedacht.
Das Theater als Mittelpunkt: Der Entwurf für die Gestaltung der östlichen Freiheit ist zunächst nur als grobes Konzept gedacht. Foto: Entwurf: André Poitiers
 

Der Bauausschuss und später die Ratsversammlung sollen darüber nun abstimmen. Eine Festlegung im Detail ist damit jedoch noch nicht verbunden. Vielmehr gehe es darum, eine „Grundlage für die zukünftige städtebauliche Ausrichtung“ anzuerkennen, so Stadtplaner Uwe Harms aus dem Bauamt. Es geht also um einen Grundsatzbeschluss. Zentrales Element ist dabei die Verkehrsführung. Im Bauamt spricht man von einem „grundsätzlich neu konzipierten Erschließungssystem“. Führt der Weg zur „Heimat“ bislang am Schleiufer entlang, so sollen die Theater- und Varietébesucher künftig über die Fjordallee geführt werden. Das ist die Straße, an der sich die A.P.-Møller-Schule befindet. Von dort soll am nördlichen Ende der Freiheit eine Straße abzweigen, die bis zur Pionierstraße am östlichen Ende des einstigen Kasernengeländes führt. Von hier zweigen dann mehrere kleinere Straßen nach Süden ab. Über sie sind die Wohn- und Geschäftsbauten zu erreichen, die im Norden bis zu vier Geschosse hoch sein sollen und zur Schlei hin dann flacher werden. Auch wird sich ein Großteil der geplanten Parkplätze an dieser Hauptstraße befinden. Das Kulturhaus selbst – so der Plan – wird von drei Seiten von einem Park umgeben sein. Über diesen Park bliebe das gesamte Schleiufer demnach öffentlich zugänglich – mit einer kleinen Einschränkung. Südlich der A.P.-Møller-Schule planen die Stadtwerke einen Platz für ihren Bootskran.

Über einen Zeitplan zur Umsetzung sagt der Entwurf nichts aus. Gewoba-Chef Dietmar Jonscher hatte im Sommer davon gesprochen, dass das erste Haus wohl erst in fünf Jahren stehen werde. Das Kulturhaus soll schon wesentlich früher fertig sein.

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